Afrika-Cup-Wettanbieter 2026: Wer in Deutschland wirklich wetten darf

Stand der Daten: 18.10.2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Ein sandiger Fußballplatz am Rand einer Stadt in warmem Abendlicht, Staub in der Luft und zwei Tore in der Ferne.
Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen; Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto'o mit 18 Toren.

Ein „Afrika-Cup 2026“ findet nicht statt. Das Turnier trägt diesen Namen nicht. Die jüngste Ausgabe endete am 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste beginnt am 19. Juni 2027 in Kenia, Tansania und Uganda. Wer in Deutschland auf den Afrika-Cup wetten will, vergleicht also keine Ausgabe, sondern Anbieter: Wer steht auf der Whitelist, wer nimmt die Wettsteuer, wer bietet welche Märkte. Genau das ordnet diese Seite ein.

Verantwortungsvolles Wetten: Was die Lizenz mitbringt, und was sie dem Leser tatsächlich nutzt

Eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis ist mehr als ein Stempel. Sie verpflichtet den Anbieter zu Mechanismen, die der Leser beim Anbietervergleich oft übersieht, weil sie nicht auf der Startseite stehen. Vier davon prägen jede Wette, die ein lizenzierter Anbieter annimmt.

Ein Fußball liegt auf einem Notizbuch mit handgezeichneten Skizzen von Spielzügen, aufgenommen von oben auf einem Holztisch.
Beim Afrika-Cup nehmen seit 2019 erstmals 24 Mannschaften teil; nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden.

Erstens die Sperrdatei OASIS. Bei jeder Registrierung und bei jedem Login prüft der Anbieter, ob eine Sperre vorliegt. Eine Selbstsperre, die der Leser selbst beantragt, läuft mindestens drei Monate, wenn er eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer sich also vor dem Afrika-Cup-Tippen sperren lassen will, schließt sich für mindestens ein Vierteljahr aus.

Zweitens die Limitdatei LUGAS. Das monatliche Einzahlungslimit liegt standardmäßig bei 1.000 €, gerechnet über alle Anbieter, bei denen ein Konto besteht. Wer eine höhere Grenze will, muss sie individuell beantragen und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, nicht nur erklären. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen Karenzzeit. Ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis lässt sich diese 1.000 € nicht ausreden, auch nicht mit einem größeren Willkommenspaket.

Drittens die Identitätsprüfung. Vor der Verifizierung darf der Anbieter höchstens 72 Stunden spielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung. Wer in dieser Phase gewinnt, sieht das Geld erst nach vollständiger Prüfung. Danach gilt: ein Konto pro Anbieter, vollständig verifiziert, Auszahlung nur auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte sind damit ausgeschlossen, nicht weil einzelne Anbieter sie nicht wollten, sondern weil das Glücksspielstaatsvertrag das so vorsieht.

Viertens der Panikbutton. Ein Klick im Kundenkonto blockiert das Konto 24 Stunden, sofort, ohne Wartezeit und ohne Begründung. Wer nachts merkt, dass er über sein Limit spielt, drückt diesen Knopf statt sich zu erklären.

Diese vier Bausteine schützen nicht vor verlorenen Wetten. Sie schützen vor der Situation, in der eine Pechsträhne zu einem finanziellen Schaden wird, der über das Wettbudget hinausgeht. Wer bei einem Anbieter ohne diese Mechanismen spielt, verzichtet freiwillig auf jeden dieser Sicherungen. Vergleichsportale, die diese Bausteine nicht erwähnen, weil sie für jedes lizenzierte Angebot gleich gelten, verschweigen den wichtigsten Unterschied zwischen Whitelist und Offshore.

Die Spielsuchtprävention in Deutschland ruht daneben auf der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und auf den Suchtberatungsstellen vor Ort. Beide Anlaufstellen kennen die Wege aus einer Kontrollverlust-Spirale. Wer bei sich selbst merkt, dass Einsätze nicht mehr zum freien Geld gehören, findet dort Hilfe, bevor ein Panikbutton nötig wäre.

Wettarten und Quoten: Welche Märkte der Afrika-Cup öffnet, und was eine Quote wirklich bedeutet

Vier Wetttypen prägen das Afrika-Cup-Angebot lizenzierter Anbieter, und sie unterscheiden sich nicht nur im Format, sondern in dem, was sie den Spieler kosten.

Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Tipp, eine Quote, ein Einsatz. Wer auf Senegal gegen Marokko im Finale 2025 eine Einzelwette auf den Sieger platziert hätte, hätte eine Quote auf eine der beiden Mannschaften bekommen und sonst nichts. Der Vorteil: keine Abhängigkeit von anderen Spielen. Der Nachteil: die Quote liegt niedriger, weil der Buchmacher das Risiko auf ein einzelnes Ereignis verteilt.

Die Kombiwette multipliziert die Quoten mehrerer Einzeltipps zu einer Gesamtquote. Wer auf den Sieger, den Torschützenkönig und die Anzahl der Tore parallel tippt, gewinnt nur, wenn alles eintrifft, und bekommt im Erfolgsfall das Produkt der Einzelquoten ausgezahlt. Die Verlockung ist eine hohe Gesamtquote, der Mechanismus, der diese Quote bezahlt, ist die erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass einer der Tipps danebengeht.

Die Systemwette erlaubt es, aus mehreren Tipps verschiedene Kombinationen zu bilden, sodass auch ein Teil der Tipps danebengehen darf. Wer drei Spiele tippt und ein System 2 aus 3 wählt, gewinnt, wenn mindestens zwei der drei Tipps stimmen, in einer reduzierten Auszahlung. Die Quote ist niedriger als bei einer Vollkombination, das Risiko ist breiter gestreut.

Die Livewette läuft während des Spiels. Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt sie bei laufenden Ereignissen nur auf das Endergebnis oder auf Komponenten, die in dieser Sportart selten vorkommen: nächstes Tor im Fußball, nächster Satz im Tennis. Auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball darf nicht gewettet werden, weil diese Ereignisse zu häufig vorkommen und das Wetten damit einer Maschine näher käme als einem Tipp. Wer einen Anbieter findet, der das anbietet, hat einen Anbieter gefunden, der mehr verspricht als die Lizenz erlaubt.

Quoten sind keine Wahrscheinlichkeiten. Eine Quote von 2,10 bedeutet, dass der Buchmacher dem Ereignis eine bestimmte Wahrscheinlichkeit zuweist und gleichzeitig einen Anteil einbehält. Die Höhe dieses Anteils, die Marge, lässt sich ausrechnen: Man bildet die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes, addiert sie, teilt eins durch die Summe und zieht das Ergebnis von eins ab. Übrig bleibt der Anteil, den der Buchmacher von jedem eingesetzten Euro einbehält. Der Rest, die Auszahlungsquote, geht an die Spieler zurück.

Ein Beispiel, das die Seite hier ohne Anspruch auf einen konkreten Markt durchrechnet: Bei einer 1X2-Wette mit den Quoten 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden und 3,60 für Auswärtssieg ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 89 bis 91 Prozent, also eine Marge von etwa neun bis elf Prozent. Die Marge schwankt, weil sie von der genauen Konstellation der drei Quoten abhängt. Wer auf einem anderen Markt unterwegs ist, sieht andere Werte, weil Handicap-, Torzahl- und Torschützenmärkte anders kalkuliert werden.

Diese Marge ist der Preis, den jeder Spieler bei jeder Wette zahlt, unabhängig vom Ausgang. Der Buchmacher gewinnt langfristig diesen Anteil, die Spieler verlieren ihn. Wer Quoten vergleicht, vergleicht damit auch Margen. Ein Anbieter mit durchgängig höheren Quoten hat tendenziell eine niedrigere Marge und kostet den Spieler weniger pro Wette.

Neben der Marge steht die Wettsteuer. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage, die der Anbieter an das Finanzamt abführt. Wie der Anbieter das weiterreicht, ist seine Entscheidung: Manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche verrechnen sie mit dem Gewinn, manche tragen sie selbst. Wer bei Anbieter A eine Quote von 2,10 sieht und bei Anbieter B eine Quote von 2,00, aber Anbieter B die Steuer selbst trägt, kann bei Anbieter B trotz der niedrigeren Quote besser dastehen. Der Blick auf die Quote allein reicht nicht. Wer den Vergleich seriös führen will, schaut in die AGB des Anbieters, wie die Steuer behandelt wird, und rechnet für seinen Einsatz nach.

Afrika-Cup: Was das Turnier ist, und warum das Turnierformat die Wettangebote prägt

Der Afrika-Cup wird von der Confédération Africaine de Football organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen. Ägypten hält mit sieben Titeln den Rekord, Samuel Eto’o ist mit 18 Turniertoren der Rekordtorschütze. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil, aufgeteilt in sechs Vierergruppen, deren beiden Erste und die vier besten Gruppendritten in die K.-o.-Runde einziehen, ab dem Achtelfinale mit Verlängerung und Elfmeterschießen bei Gleichstand.

Die jüngste Ausgabe, der Afrika-Cup 2025, fand vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko statt, ursprünglich geplant für den Sommer 2025 und wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 verschoben. Im Finale gewann Senegal am 18. Januar 2026 gegen den Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Zwei Monate später wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Mannschaft nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit den Platz verlassen hatte. Der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Wer das Turnier nachvollziehen will, sollte wissen, dass die offiziellen Endresultate dieser Partie zwischenzeitlich anders aussahen als das, was auf dem Platz passiert ist. Torschützenkönig wurde Brahim Díaz vom Gastgeber mit fünf Toren. Im Spiel um Platz drei setzte sich Nigeria im Elfmeterschießen mit 4:2 gegen Ägypten durch.

Die nächste Ausgabe, der Afrika-Cup 2027, ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda angesetzt, mit 54 gemeldeten Mannschaften in der Qualifikation. Nach der Ausgabe 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden. Wer also heute nach Afrika-Cup-Wetten sucht, findet kein laufendes Turnier, sondern die Anbieter, die das nächste Turnier im Programm haben werden.

Drei Turnierstrukturen prägen das Wettangebot. Die Gruppenphase bietet Drei-Wege-Märkte (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) und Zweier-Kombinationen für das Weiterkommen einer Mannschaft, etwa „kommt eine Runde weiter“ als vereinfachte Wette. Die K.-o.-Runde ab dem Achtelfinale verdichtet die Märkte: Wer steigt auf, wer ist raus, wer trifft im Viertelfinale auf wen, mit Sieger- und Torschützenquoten bis ins Finale. Die Langzeitmärkte stehen vor und während des Turniers: Wer wird Afrika-Cup-Sieger, wer Torschützenkönig, wer bester Spieler des Turniers. Diese Langzeitmärkte ändern ihre Quoten mit jeder Runde, weil sich das Teilnehmerfeld verkleinert.

Lizenzierte Anbieter öffnen Afrika-Cup-Märkte in der Regel mehrere Wochen vor Turnierbeginn. Die Quoten auf den Turniersieger stehen früher, die einzelnen Spielmärkte folgen, sobald der Spielplan feststeht. Wer auf Afrika-Cup-Sieger tippen will, sollte verstehen, dass diese Quote auch noch eine Stunde vor dem Finale sinkt, wenn eine Mannschaft mit niedriger Ausgangsquote das Endspiel erreicht hat. Wer die Quote von Anfang an mitnimmt, trägt mehr Risiko, bekommt aber auch mehr Gegenwert, falls der Favorit tatsächlich gewinnt.

Einordnung: Woran sich ein Afrika-Cup-Wettanbieter messen lässt

Wer nach dem „besten“ Afrika-Cup-Wettanbieter sucht, sucht nach einer Auswahl. Eine Auswahl lässt sich nur treffen, wenn die Kriterien vorher feststehen. Vier Kriterien tragen das meiste Gewicht, und sie sind in dieser Reihenfolge nicht zufällig.

Der erste Test ist die Lizenz. Ein Anbieter, der nicht auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht, fällt durch, bevor irgendein anderes Kriterium zählt. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan besagt, dass der Anbieter in einem anderen Rechtsraum tätig ist, sie besagt nichts über seine Erlaubnis, in Deutschland Sportwetten zu vermitteln. Die Whitelist prüft die deutsche Erlaubnis. Nur dort eingetragene Domains dürfen in Deutschland legal Sportwetten anbieten.

Das zweite Kriterium ist das Wettangebot. Ein Anbieter, der den Afrika-Cup nicht im Programm hat, ist für einen Afrika-Cup-Tipper schlicht nicht relevant. Drei Abstufungen gibt es: Anbieter mit voller Marktpalette (Sieger, Gruppensieger, Spielausgang, Torschützen, Handicap, Live-Wetten), Anbieter mit schmalerem Angebot (Sieger, Spielausgang, weniger Märkte) und Anbieter, die den Afrika-Cup gar nicht listen. Lizenzierte Anbieter der ersten und zweiten Stufe sind im Ranking vergleichbar; Anbieter der dritten Stufe sind es nicht, weil sie schlicht nicht in den Vergleich gehören.

Das dritte Kriterium ist die Quote. Lizenzierte Anbieter mit voller Marktpalette unterscheiden sich in der Marge, und genau hier entscheidet sich, was der Spieler pro Wette an den Buchmacher abgibt. Wer die Margen vergleicht, vergleicht die Preise. Allerdings: Quoten schwanken, eine Stichprobe von drei Spielen reicht nicht, um den dauerhaft günstigeren Anbieter zu identifizieren. Wer das wirklich prüfen will, vergleicht über ein ganzes Turnier hinweg.

Das vierte Kriterium ist der Umgang mit der Wettsteuer. Anbieter, die sie selbst tragen, lassen den Spieler mit der ausgewiesenen Quote spielen. Anbieter, die sie vom Einsatz abziehen, reduzieren den effektiven Einsatz, ohne dass die Quote das ausgleicht. Anbieter, die sie mit dem Gewinn verrechnen, schmälern die Auszahlung im Erfolgsfall. Welche Variante besser ist, hängt davon ab, wie oft der Spieler gewinnt, und davon, wie groß die Quote im Einzelfall ist. Eine pauschale Empfehlung lässt sich nicht geben.

Neben diesen vier Hauptkriterien spielen drei Nebenpunkte eine Rolle: die Live-Funktionen (Cash Out, Konfigurator, Live-Streaming), die Zahlungsarten und die Bonusstruktur. Jeder dieser Punkte ist verhandelbar, solange die Hauptkriterien erfüllt sind. Wer einen Anbieter nur wegen eines Bonus wählt, hat die Hauptkriterien übersehen.

Die folgende Tabelle ordnet die zehn lizenzierten Anbieter nach den Hauptkriterien und ihrer Erlaubnis. Die Spalten sind als Hilfsmittel für den Vergleich gedacht, nicht als Empfehlung. Wer eine Auswahl treffen will, liest die Spalten als Ausgangsfrage, nicht als Antwort.

Vergleich der Wettanbieter: Lizenz, Erlaubnis und Einordnung

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
VBet SCGO Limited 05.12.2023
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tipico Tipico Co. Limited 09.10.2020
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
Betway Betway Limited 09.03.2021

Die Tabelle zeigt, wann die Erlaubnis erstmalig erteilt wurde. Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, danach kann sie verlängert werden; die Whitelist nennt das Datum der erstmaligen Erteilung und das Datum der Folgeerlaubnis, aber kein Enddatum. Wer prüfen will, ob eine Erlaubnis noch gilt, schaut auf der Whitelist selbst nach, nicht in eine Tabelle von vor sechs Monaten.

Zwei Anbieter fallen durch ein erkennbares Muster auf: AdmiralBet und Tipico gehören zu den ersten, die 2020 die Erlaubnis erhielten, also vor Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags im Juli 2021. VBet ist der späteste Einstieg in dieser Liste, mit erstmaliger Erlaubnis im Dezember 2023. Welche Bedeutung das für das Afrika-Cup-Angebot hat, hängt davon ab, wie ausgebaut das jeweilige Wettprogramm ist, nicht vom Datum allein.

Anbieter im Profil: Was die zehn lizenzierten Wettanbieter für Afrika-Cup-Wetten leisten

Die Profile in diesem Abschnitt lesen sich nicht als Empfehlung, sondern als Beschreibung. Jeder Anbieter steht auf der Whitelist, das ist die Grundvoraussetzung. Die Unterschiede liegen im Wettprogramm, in der Marge, in den Funktionen und in der Art, wie die Wettsteuer behandelt wird. Wer eine Auswahl treffen will, liest die Profile nebeneinander, nicht hintereinander.

AdmiralBet

AdmiralBet tritt in Deutschland als AdmiralBet auf, hinter der die Greentube Betting Malta Limited steht. Die erstmalige Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen am 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Damit gehört AdmiralBet zu den frühen Lizenznehmern, hat aber den formalen Stand zweimal erneuern lassen, was auf aktiven Geschäftsbetrieb hinweist.

Im Wettprogramm führt AdmiralBet Fußball als eine der tragenden Sportarten, was die Grundlage für Afrika-Cup-Wetten bildet. Die Marge auf den klassischen 1X2-Märkten liegt im branchenüblichen Bereich, ohne dass AdmiralBet auffällig günstig oder auffällig teuer wäre. Die Live-Wetten sind verfügbar, Cash Out ist als Funktion erkennbar, ein Konfigurator für Spielerkombinationen existiert in der einen oder anderen Form. Wer einen etablierten Anbieter mit deutscher Erlaubnis und ohne Marketing-Pathos sucht, landet bei AdmiralBet eher im Mittelfeld als an der Spitze.

ODDSET

ODDSET wird von der Oddset Sportwetten GmbH betrieben, einer Tochter der Lotto-Toto GmbH und damit eng mit dem deutschen Lottosystem verbunden. Die Erlaubnis wurde am 18. November 2020 erteilt, mit einer Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022. Die Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle an der Saale.

ODDSET positioniert sich als seriöser Anbieter mit Verwurzelung im öffentlich-rechtlichen Glücksspiel. Das Wettprogramm enthält den Afrika-Cup in der Regel, allerdings mit tendenziell schmalerer Marktpalette als spezialisierte Online-Buchmacher. Quoten auf populäre Märkte bewegen sich im Mittelfeld. Live-Wetten und Cash Out sind verfügbar. Für Spieler, die einen traditionsverbundenen Anbieter mit klaren Bedingungen suchen, ist ODDSET eine Option; wer das breiteste Afrika-Cup-Programm und die höchsten Quoten sucht, findet anderswo mehr.

888sport

Hinter 888sport steht die 888 Germany Limited, Teil der 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar. Die Aktie des Mutterkonzerns ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die deutsche Sportwetten-Erlaubnis wurde am 30. Juni 2021 erteilt, mit einer Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022.

888sport gehört zu den etablierten internationalen Marken, die in Deutschland eine eigene Lizenz halten. Das Wettprogramm ist breit, Fußball nimmt eine zentrale Stellung ein, und die Afrika-Cup-Märkte sind in der Regel vollständig. Die Quoten liegen im mittleren Bereich, gelegentlich darüber. Cash Out, Konfigurator und Live-Wetten sind verfügbar. Für Spieler, die einen bekannten Markennamen mit internationalem Hintergrund schätzen, ist 888sport eine Alternative, die ihre Hausaufgaben auf dem deutschen Markt gemacht hat.

bet-at-home

Bet-at-home wird von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben, mit erstmaliger Erlaubnis am 2. November 2020 und einer Folgeerlaubnis am 22. Dezember 2022. Der Anbieter gehört zu den frühen Lizenznehmern in Deutschland und ist im deutschsprachigen Raum breit aufgestellt.

Im Wettprogramm ist Fußball die zentrale Sportart, das Afrika-Cup-Angebot ist in der Regel abgedeckt, mit Märkten auf Spielausgang, Turniersieger und teilweise Torschützen. Die Quoten bewegen sich im Mittelfeld. Cash Out und Live-Wetten sind Standard. Wer einen Anbieter ohne laute Marketing-Sprache sucht und ein solides Programm erwartet, ist bei bet-at-home richtig. Wer besondere Tiefe bei Afrika-Cup-Spezialmärkten sucht, sollte prüfen, ob das jeweilige Angebot ausreicht.

VBet

VBet tritt in Deutschland als VBet auf, hinter der die SCGO Limited aus St. Julian’s, Malta steht. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 5. Dezember 2023 erteilt, deutlich später als bei den anderen Anbietern in dieser Liste. Damit ist VBet der späteste Einstieg, was nicht zwingend einen Nachteil bedeutet, aber den Marktteilnehmern zeigt, dass die Erlaubnis erst seit Kurzem besteht.

Im Wettprogramm zeigt VBet eine breite Sportartenpalette, Fußball mit internationalen Turnieren ist enthalten. Die Quoten auf den klassischen Märkten sind konkurrenzfähig. Live-Wetten und Cash Out sind verfügbar. Für Spieler, die einen neueren Anbieter mit deutscher Lizenz suchen und keine Berührungsängste vor Marken ohne lange deutsche Historie haben, ist VBet eine Option. Der Vergleich mit den früher lizenzierten Anbietern fällt schwer, weil VBet in der Wahrnehmung vieler Spieler noch nicht den Bekanntheitsgrad der etablierten Namen hat.

Betano

Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, mit erstmaliger Erlaubnis am 19. Februar 2021 und einer Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der Kaizen Gaming International Limited angeboten.

Betano hebt sich durch eine vergleichsweise moderne Benutzeroberfläche und ein breites Funktionsspektrum hervor. Im Wettprogramm sind Afrika-Cup-Märkte enthalten, dazu ein Bet Builder, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Für Spieler, die neben Afrika-Cup-Wetten auch andere Sportarten mit Live-Übertragung im Konto schätzen, ist Betano eine Option mit klar erkennbarem Mehrwert.

Sportingbet

Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben, mit erstmaliger Erlaubnis am 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis am 21. Dezember 2022. Damit gehört Sportingbet zu den frühen Lizenznehmern, vergleichbar mit AdmiralBet, Tipico und bet-at-home.

Im Wettprogramm bietet Sportingbet einen „Konfigurator+“ und Live-Wetten, dazu eine breite Palette an Sportarten, darunter Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Afrika-Cup-Märkte sind im Fußballbereich in der Regel abgedeckt. Für Spieler, die einen Anbieter mit breiter Sportartenpalette und Konfiguratorfunktion suchen, ist Sportingbet eine Alternative. Die Quoten bewegen sich im Mittelfeld, ohne besondere Auffälligkeiten nach oben oder unten.

Tipico

Tipico wird von der Tipico Co. Limited betrieben, mit erstmaliger Erlaubnis am 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis am 9. Dezember 2022. Tipico gehört zu den bekanntesten Marken im deutschen Sportwettenmarkt, mit hoher Sichtbarkeit in Werbung und stationärem Vertrieb.

Die App „Tipico Sportwetten“ wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten und nennt in der Beschreibung „Tipico Cashout“ als Kontrollmöglichkeit über den Wettschein sowie Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Im Wettprogramm ist der Afrika-Cup abgedeckt, mit Märkten auf Spielausgang, Turniersieger und Spezialwetten. Die Quoten bewegen sich im mittleren Bereich, Cash Out ist eine Kernfunktion. Tipico ist die Wahl für Spieler, die eine etablierte Marke mit starker Präsenz suchen, mit allen Stärken und Schwächen, die eine solche Marke mit sich bringt.

Winamax

Winamax wird in Deutschland von der WINAMAX (Société anonyme) betrieben, mit erstmaliger Erlaubnis am 29. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis am 8. Dezember 2022. Damit ist Winamax einer der wenigen Anbieter in dieser Liste, der seinen Ursprung im französischsprachigen Raum hat.

Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und bezieht sich dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wer diese Werbeaussage ernst nimmt, sollte prüfen, welche Spiele in der Studie berücksichtigt wurden, denn eine Stichprobe über mehrere Sportarten bildet nicht zwingend das Afrika-Cup-Angebot ab. Winamax bietet mit Winamax TV Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL. Für Spieler, die einen Anbieter mit null Prozent Wettsteuer und umfangreichem Live-Streaming suchen, ist Winamax eine ernsthafte Alternative; die Quoten-Behauptung sollte man selbst nachprüfen.

Betway

Betway wird von der Betway Limited betrieben, mit erstmaliger Erlaubnis am 9. März 2021 und einer Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022. Betway gehört zu den international bekannten Marken mit Aktivität in mehreren europäischen Märkten.

Im Wettprogramm bietet Betway einen Konfigurator für Fußballspiele, einen Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert, sowie Cash Out, der im Bereich „Meine Wetten“ mit einem grünen Symbol angezeigt wird und die Auszahlung des gesamten Betrags oder eines Teils erlaubt. Afrika-Cup-Märkte sind im Fußballbereich in der Regel abgedeckt. Für Spieler, die einen Anbieter mit ausgereifter Konfiguratorfunktion und transparentem Cash Out suchen, ist Betway eine Alternative. Die Quoten bewegen sich im mittleren Bereich, mit gelegentlichen Ausreißern nach oben.

Rechtslage: Was die Lizenz bedeutet, und was ohne sie passiert

Die Rechtslage für Sportwetten in Deutschland ruht auf dem Glücksspielstaatsvertrag 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle an der Saale, die nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV die Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet erteilt und nach § 28a die Aufsicht führt. Die Steuer fällt nicht in die Zuständigkeit der GGL, sondern wird vom Finanzamt erhoben.

Eine Waage aus Messing steht neben einer Lupe auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige Test einer gültigen Erlaubnis. Im Stand vom 2. Oktober 2026 führt sie 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Erlaubnisse. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist nichts. Wer einen Anbieter prüft, schaut auf die Whitelist und nicht auf die Impressumsangabe, denn das Impressum nennt die Handelsregistereintragung, nicht zwingend die deutsche Glücksspielerlaubnis.

Eine erstmalige Erlaubnis läuft fünf Jahre nach § 4c Abs. 1 GlüStV, danach kann sie verlängert werden. Die Whitelist zeigt das Datum der erstmaligen Erteilung und das Datum der Folgeerlaubnis, aber kein Enddatum. Wer wissen will, ob eine Erlaubnis aktuell gültig ist, schaut auf den Stand der Whitelist, nicht auf das Datum in einer Tabelle.

Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, darf Sportwetten annehmen. Eine andere Domain desselben Anbieters, eine Slots- oder Casino-Plattform desselben Inhabers, ein anderes Produkt desselben Konzerns: All das fällt nicht unter die Sportwetten-Erlaubnis und folgt anderen Regeln. Wer auf slots.admiralbet.de spielt, ist unter der Automatenspiel-Erlaubnis unterwegs, die anderen Werberegeln, anderen Einsatzlimits und anderen Sperrmechanismen unterliegt.

Was darf gewettet werden? Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt nach § 21 Abs. 1 fixierte Quotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse darin, als Einzel- oder Kombinationswette, und nur Wettarten, die die GGL genehmigt hat. Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf die nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt, in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja; nächster Punkt im Tennis, nächster Korb im Basketball nein. Wer einen Anbieter findet, der das anbietet, hat einen Anbieter, der mehr verspricht als die Lizenz erlaubt.

Ausgeschlossen sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung nach § 21 Abs. 1a. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport: Die GGL stellt fest, dass E-Sport-Wetten nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Lizenzierte E-Sport-Wetten existieren in Deutschland nicht. Virtuelle Sportwetten: nicht etabliert, zu dieser Frage ist nichts geschrieben.

Spielerschutz: Teilnahme ab 18 Jahren nach § 4 Abs. 3. Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung nach § 6a. Vor der Verifizierung darf der Anbieter höchstens 72 Stunden spielen lassen, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung. Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Anbieter dürfen für einzelne Spieler ein höheres Limit (bis 10.000 €, 10.000 bis 30.000 € für höchstens ein Prozent der aktiven Spieler) nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit festlegen; eine Selbsterklärung reicht nicht. Paralleles Spielen ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei ausgeschlossen. OASIS nach §§ 8, 8a ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login abgefragt wird; eine Selbstsperre, die der Spieler beantragt, läuft mindestens drei Monate, wenn er eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen.

Zahlungen nach § 6b Abs. 4: nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut, keine anonymen Zahlungsmittel. Das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte aus lizenzierten deutschen Wetten heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache und steht in seinen AGB. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Steuer: Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage, die der Anbieter an das Finanzamt abführt. Die Bemessungsgrundlage ist „Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 Prozent des gezahlten Betrags (5,3 / 105,3). Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19). Wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung. Wer bei Anbieter A eine Quote von 2,10 sieht und bei Anbieter B eine Quote von 2,00, aber Anbieter B die Steuer selbst trägt, kann bei Anbieter B trotz der nominell niedrigeren Quote besser dastehen. Die Aussage „5,3 Prozent vom Einsatz“ ist sachlich falsch, da die Sportwettensteuer 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags) beträgt und vom Veranstalter abgeführt wird. Die Steuer fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an, eine gezahlte Steuer ist kein Lizenznachweis. Gewinne privater Spieler sind auf primärer Ebene nicht abschließend geregelt; allgemeine Information nur, im Zweifel den Steuerberater fragen.

Werbung und Boni: Nur Erlaubnisinhaber dürfen nach § 5 Abs. 7 werben. Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung in diesem Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig deckelt; Beträge, Umsatz und Mindestquoten kommen aus den AGB des jeweiligen Anbieters. Promo-Codes werden auf dieser Seite nicht abgedruckt.

Offshore: Wer in Deutschland Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis anbietet, betreibt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Relevanz. Die GGL warnt Spieler ausdrücklich vor illegalen Angeboten. Strafrechtlich: Veranstalten nach § 284 StGB bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, Werben bis zu einem Jahr, Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe; Strafverfolgungen gegen einzelne Spieler sind nicht etabliert. Vollstreckung: Verbotsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzwerkblockaden nach § 9. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung der Einsätze verpflichtet; der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH vorgelegt. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Keine dieser Aussagen verspricht einem einzelnen Spieler eine Rückzahlung.

Ehrliche Einordnung: Offshore heißt keine Erlaubnis, kein OASIS, kein LUGAS, keine deutsche Rekursmöglichkeit, dafür unter Umständen höhere Limits. Whitelist heißt Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber das Standardlimit von 1.000 €, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur auf eigene Konten. Wer mit dieser Mischung nicht leben will, hat in Deutschland keine legale Alternative.

Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu lizenzierten Wettanbietern

Nach welchen Kriterien lässt sich ein Wettanbieter für den Afrika-Cup vergleichen, ohne Gewinne zu versprechen?

Vier Kriterien tragen das meiste Gewicht. Erstens die Lizenz: Nur Anbieter auf der Whitelist der GGL dürfen in Deutschland Sportwetten anbieten. Zweitens das Wettangebot: Afrika-Cup-Sieger, Gruppensieger, Spielausgang und Torschützenmärkte sollten vollständig abgedeckt sein, sonst passt der Anbieter nicht zum Turnier. Drittens die Quote: Eine niedrigere Marge bedeutet mehr Auszahlung an die Spieler. Viertens der Umgang mit der Wettsteuer: Trägt der Anbieter sie selbst, ist die ausgewiesene Quote effektiv, zieht er sie ab, sinkt der Einsatz. Diese vier Punkte lassen sich aus den AGB und der Whitelist ablesen, ohne dass jemand einen Gewinn versprechen muss.

Wann soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden, und welche Ausgabe liegt zuletzt zurück?

Die nächste Ausgabe, der Afrika-Cup 2027, ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda angesetzt; 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Die zuletzt gespielte Ausgabe war der Afrika-Cup 2025, der vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko stattfand. Im Finale gewann Senegal am 18. Januar 2026 mit 1:0 nach Verlängerung gegen Marokko, wobei die CAF das Spiel zwei Monate später mit 3:0 für Marokko wertete, weil Senegals Spieler den Platz verlassen hatten.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter auf der Whitelist der Glücksspielbehörde steht?

Die Whitelist wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) auf der Behördenwebsite veröffentlicht und ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV der einzige Test einer gültigen deutschen Erlaubnis. Wer einen Anbieter prüft, sucht dort nach der Domain, unter der gewettet werden soll. Eine .de-Domain allein beweist nichts, denn auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis nutzen .de-Domains. Der Eintrag nennt auch den Erlaubnisinhaber, der nicht zwingend der Markenname sein muss, unter dem der Anbieter auftritt.

Wie unterscheidet sich der Umgang mit der Sportwettensteuer von 5,3 % zwischen Anbietern, und wie wirkt er sich auf die Quote aus?

Die Steuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage, die der Anbieter an das Finanzamt abführt; die Bemessungsgrundlage ist der Einsatz abzüglich der Steuer selbst, also rund 5,03 Prozent des gezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler. Wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung: Manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche verrechnen sie mit dem Gewinn, manche tragen sie selbst. Wer Anbieter A mit Quote 2,10 und Anbieter B mit Quote 2,00 vergleicht, muss prüfen, wer die Steuer trägt, sonst sagt der Quotenvergleich nichts.

Welche Umsatzbedingungen und Mindestquote sind bei Willkommensangeboten für Turnierwetten zu beachten?

Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig deckelt oder Umsatzbedingungen vorgibt; Beträge, Umsatzfaktoren und Mindestquoten kommen aus den AGB des jeweiligen Anbieters. Üblich sind ein mehrfacher Umsatz des Bonus oder des Bonus plus Einzahlung, eine Mindestquote, oft 1,50 oder 2,00, ab der eine Wette auf den Umsatz zählt, und eine Frist, innerhalb derer der Umsatz erfüllt sein muss. Wer einen Bonus annimmt, liest die Bedingungen vorher, weil eine hohe Mindestquote bei Kombiwetten die Auswahl einschränkt und damit den geforderten Umsatz schwerer macht.

Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Malta für Wetten in Deutschland nicht als Nachweis?

Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder Anjouan besagt, dass der Anbieter in diesem Rechtsraum tätig sein darf, sie besagt nichts über seine Erlaubnis, in Deutschland Sportwetten zu vermitteln. Die deutsche Erlaubnis erteilt nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL); nur die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV weist diese Erlaubnis nach. Wer bei einem Anbieter ohne deutschen Whitelist-Eintrag spielt, spielt rechtlich bei einem Anbieter ohne Erlaubnis, mit allen Folgen: kein OASIS, kein LUGAS, keine deutsche Rekursmöglichkeit, keine Auszahlung über insolvenzgeschützte Treuhandkonten nach § 6b Abs. 6-7 GlüStV.

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