Wettrechner: So berechnen Sie Auszahlung und Reingewinn
*Stand: 18.10.2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).*
Wer eine Wette platziert, will in Zahlen sehen, was am Ende herauskommt. Genau das leistet ein Wettrechner: Er rechnet Einsatz und Quote in Auszahlung und Reingewinn um – und zwar für Einzelwetten ebenso wie für Kombinationen und Systeme wie Trixie, Yankee oder Lucky 15. Was er nicht leistet, ist genauso wichtig: Er sagt nichts über die Wahrscheinlichkeit, dass die Wette tatsächlich gewonnen wird. Die Quote ist die Sicht der Buchmacher auf das Ereignis, der Reingewinn ist das Resultat einer Multiplikation. Dazwischen liegt die Marge des Marktes, und die entscheidet, wie viel von jedem eingesetzten Euro im Schnitt wieder an die Spielenden zurückfließt.

Ein Wettrechner ist ein nützliches Werkzeug, um den potenziellen Ertrag einer Wette in Zahlen zu fassen. Neben der Berechnung von Auszahlung und Reingewinn bietet dieser Artikel eine Übersicht zur Rechtslage für Sportwetten in Deutschland, zum Spielerschutz mit Einzahlungslimit, Sperrdatei und Altersgrenze sowie zu den Eigenheiten von Einzel-, Kombi- und Systemwetten. Zudem werden ausgewählte, in Deutschland lizenzierte Anbieter und deren Wettrechner-Funktionen vorgestellt.
Rechtslage: Wetten in Deutschland nur mit deutscher Erlaubnis
In Deutschland dürfen Sportwetten im Internet nur von Anbietern vermittelt werden, die eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) haben. Die Erlaubnis beruht auf § 9a Abs. 1 Nr. 3 des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Ob ein Anbieter eine solche Erlaubnis tatsächlich besitzt, lässt sich ausschließlich an der Whitelist der GGL ablesen (§ 9 Abs. 8 GlüStV) – sie ist die einzige verlässliche Quelle. Eine Malta-, Curaçao- oder Anjouan-Lizenz hat in Deutschland keine Relevanz; wer dort spielt, hat keinen Zugang zu OASIS oder LUGAS und im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg.

Die Whitelist führt nicht einfach „Marken“. Sie führt Domains und nennt dahinter den Erlaubnisinhaber. Beispiel: Für bet365 ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, eingetragen, mit einer Sportwetten-Erlaubnis, deren erster Stichtag im Register vermerkt ist. Für AdmiralBet wiederum ist die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt – mit einer ersten Sportwetten-Erlaubnis vom 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Was eine Seite hier liest, ist also der formale Rechtsrahmen, nicht der Marketingtext des Anbieters.
Wichtig sind zwei Einschränkungen: Erstens gilt die Erlaubnis nur für die Domain, die auf der Whitelist steht – AdmiralBet ja, admiral.com nein. Zweitens stehen auf der Whitelist auch Slot-, Poker- und Casino-Erlaubnisse; eine solche Erlaubnis ist keine Erlaubnis für Sportwetten. Wer bei einem Anbieter mit Casino-Lizenz Sportwetten abschließt, bewegt sich außerhalb der Erlaubnis.
Für die Sportwettensteuer gilt eine ähnliche Logik: Sie ist nach §§ 16–25 RennwLottG geregelt, beträgt 5,3 % einer Bemessungsgrundlage, die selbst von der Steuer abhängt (Einsatz abzüglich der Steuer selbst; rund 5,03 % des gezahlten Betrags) und wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spielenden (§ 19 RennwLottG). Ob und wie der Anbieter sie an die Kundschaft weitergibt, ist seine Entscheidung. Manche ziehen sie vom Bruttogewinn ab (ODDSET: 5 % „Quotenabschlag“), andere ziehen sie direkt von der Quote (DAZN Bet: 5 % auf jede Wette, im Kontoverlauf sichtbar), wieder andere – Winamax bewirbt es im Footer – werben mit „0 % Wettsteuer“. Wer eine Wette rechnet, muss also wissen, wie sein Anbieter die Steuer handhabt. Der Rechner allein rechnet nicht.
Konsequenz für Spielende: Wer in Deutschland wettet, sollte den Anbieter auf der Whitelist prüfen, bevor er einzahlt. Wer das nicht tut, wettet möglicherweise ohne Erlaubnis – mit allen Folgen: kein OASIS, kein LUGAS, im Streitfall kein deutsches Gericht. Die GGL selbst hat im September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt.
Spielerschutz: Einzahlungslimit, Sperrdatei, Altersgrenze
Ein Wettrechner verhindert keine Verluste. Er rechnet sie. Der Rahmen, in dem gewettet wird, ist deshalb nicht Sache des Rechners, sondern des Spielerschutzes, den der Glücksspielstaatsvertrag 2021 für lizenzierte Anbieter verbindlich macht. Drei Bausteine prägen diesen Rahmen.

Erstens: das Einzahlungslimit. Nach § 6c Abs. 1 GlüStV dürfen Spielende bei lizenzierten Anbietern in Deutschland pro Kalendermonat standardmäßig höchstens 1.000 € einzahlen. Das Limit wird über die LUGAS-Limitdatei behördenübergreifend durchgesetzt – ein Anbieter sieht, was bei anderen lizenzierten Anbietern bereits eingezahlt wurde. Eine höhere monatliche Grenze (bis 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 € für maximal 1 % der aktiven Spielenden) ist nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich; eine Selbstauskunft reicht nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat diese Bremse nicht.
Zweitens: die Sperrdatei OASIS (§§ 8, 8a GlüStV). OASIS wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die spielende Person selbst einen Zeitraum benennt, sonst mindestens ein Jahr. Hinzu kommt der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) – er löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Beide Mechanismen funktionieren nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis; Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen.
Drittens: Vollständige Verifikation und eigene Zahlungswege. Pro Anbieter ist ein Konto mit vollständiger Identitätsprüfung vorgesehen (§ 6a Abs. 1). Vor der Verifikation darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen. Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig (§ 6b Abs. 4) – anonyme Zahlungsmittel, Krypto-Zahlungen und nicht registrierte Prepaid-Produkte sind damit im lizenzierten Markt ausgeschlossen. Guthaben der Spielenden wird auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto geführt; bei Kontoschließung wird das Restguthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7).
Was sich daraus für das Wetten mit Rechner ergibt: Wer die Mechanik eines Wettrechners nutzt, um Kombiwetten oder Systeme durchzurechnen, hat den finanziellen Rahmen bereits akzeptiert – das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat gibt vor, wie viel Kapital bewegt werden kann. Wer das Limit umgehen will, indem er zu einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wechselt, gibt die Schutzmechanismen ab.
Wettarten und Quoten: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Ein Wettrechner leistet vor allem dort viel, wo die Rechnung selbst komplex wird. Drei Wettformen prägen das Feld.
Einzelwette: Reingewinn = Einsatz × (Quote − 1)
Die Einzelwette ist die Grundform. Wer eine Quote von 2,50 mit 10 € Einsatz spielt, erhält bei einem Treffer 25 € ausgezahlt – 10 € Einsatz zurück, 15 € Reingewinn. Formal: Reingewinn = Einsatz × (Quote − 1). Eine Quote von 1,50 bedeutet beim 10-€-Einsatz einen Reingewinn von 5 €; eine Quote von 5,00 einen Reingewinn von 40 €. Der Reingewinn ist also nicht die Auszahlung, sondern die Auszahlung minus Einsatz. Eine Dezimalquote von 5,50 entspricht bei 1 € Einsatz einer Auszahlung von 5,50 € und einem Reingewinn von 4,50 €.
Diese Rechnung wirkt banal – sie ist es auch, solange der Anbieter die Quote ohne Abschlag anbietet. Im deutschen Markt ist genau das nicht selbstverständlich: Wo die Sportwettensteuer oder ein „Quotenabschlag“ erhoben wird, kann der gleiche nominale Preis weniger wert sein. Wer mit dem Rechner arbeitet, sollte die angezeigte Quote um den unternehmensspezifischen Abschlag bereinigt denken, sonst vergleicht er Äpfel mit Birnen.
Kombiwette: Einzelquoten multiplizieren sich
Bei einer Kombinationswette werden die Einzelquoten multipliziert. Drei Auswahlen zu 1,80, 2,20 und 1,95 ergeben eine Gesamtquote von 1,80 × 2,20 × 1,95 = 7,722. Bei 10 € Einsatz steht am Ende 77,22 € Auszahlung, der Reingewinn beträgt 67,22 €. Der Einsatz gilt für die gesamte Wette, nicht pro Auswahl, und gewonnen ist die Kombiwette nur, wenn jede einzelne Auswahl richtig getippt wurde – ein einziger Fehler und der Einsatz ist verloren.
Die Kombiwette ist der Lieblingsfall der Werbung: kleine Einsätze, hohe Quoten, große Versprechen. Aus dem Rechenwerk ergibt sich, warum: Die Multiplikation der Quoten treibt den Preis in Höhen, die kein Einzelmarkt bietet. Sie treibt aber auch das Risiko: Je mehr Beine, desto höher die implizite Wahrscheinlichkeit, dass eines daneben liegt. Eine Gesamtquote von 7,722 auf drei Beine klingt nach einem lohnenden Preis – bis man die Wahrscheinlichkeiten zusammennimmt.
Systemwette: Wettreihen aus X aus Y
Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als „X aus Y“ angegeben. Wer etwa vier Spiele auswählt und mit einem 2-aus-4-System spielt, schließt sechs Kombinationen zu je zwei Auswahlen ab (4!/(2! × 2!) = 6). Jede dieser Wettreihen wird einzeln abgerechnet. Gewonnen ist die Systemwette bereits, wenn mindestens die geforderte Mindestanzahl an Auswahlen richtig ist.
Die Zahl der Wettreihen folgt einem festen Schema: N!/(P! × (N−P)!). Wer eine 2/4 mit 1 € pro Wettreihe spielt, setzt 6 € ein. Wer eine 3/4 spielt, setzt 4 € ein (4!/(3! × 1!) = 4). Wer eine 4/4 spielt – die Kombiwette selbst – setzt 1 € ein. Bei Winamax, einem der Anbieter mit deutscher Erlaubnis, ist diese Rechnung direkt im Wettschein sichtbar: Gesamteinsatz unten, möglicher Gewinn als Höchstbetrag bei lauter richtigen Tipps.
Systeme mit klangvollen Namen: Trixie (3 Auswahlen, 4 Wetten), Yankee (4/11), Lucky 15 (4/15), Lucky 31 (5/31), Lucky 63 (6/63), Heinz (6/57), Super Heinz (7/120), Super Yankee (oft synonym mit Yankee) und Goliath (8/247). Der Wettrechner von bet365 etwa rechnet Einzel-, Kombi- und Systemwetten mit 1 bis 20 Auswahlen – die Eingaben sind Quote und Einsatz, die Ausgaben Gesamteinsatz, Rückzahlung und Gewinn bzw. Verlust.
Der Reiz der Systemwette: Selbst wenn ein Bein verliert, kann die Wette insgesamt noch etwas bringen – bei einer 2/4 mit einem falschen Tipp sind noch drei Wettreihen übrig, die einzeln ausgewertet werden. Der Rechner zeigt dann, was die verbliebenen Reihen einbringen. Was er nicht zeigt: dass ein Teil des Einsatzscheins verloren ist und der verbleibende Gewinn selten den vollen Einsatz kompensiert.
Quotenformate: Dezimal, Bruch, US
Deutsche Anbieter zeigen Quoten in der Regel als Dezimalquote – 2,50 statt 5/2 oder +150. Wer ausländische Buchmacher, Wettbörsen oder Vergleichsportale nutzt, sieht auch Bruchquoten (9/2, 2/5) und US-Quoten (+450, −250). Der Wettrechner kann in der Regel in einem Format eingegebene Quoten in ein anderes umrechnen.
Beispiele: 5,50 decimal ist 9/2 als Bruchquote und +450 als US-Quote. 1,40 decimal ist 2/5 als Bruchquote und −250 als US-Quote – bei einer US-Quote von −250 müssen 250 $ eingesetzt werden, um 100 $ Gewinn zu erzielen. Die Umrechnung ist deterministisch: Bruchquote plus 1 ergibt die Dezimalquote, die US-Quote ergibt sich aus dem Vorzeichen (positiv, wenn die Dezimalquote über 2,00 liegt, negativ darunter).
Was Quoten über das Angebot verraten: Marge eines Marktes
Eine Quote ist nie neutral. In jedem Markt – 1X2, Über/Unter, Handicap, nächste Ecke – addieren sich die reziproken Quoten aller Ausgänge zu einer Zahl über 1. Das Inverse dieser Summe ist die Auszahlungsquote (Quotenschlüssel); 100 % minus Auszahlungsquote ist die Marge des Marktes. Beispiel: Ein ausgeglichenes 1X2 mit Quoten 2,00 / 3,40 / 3,40 hat eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/2,00 + 1/3,40 + 1/3,40) ≈ 95,5 % und damit eine Marge von rund 4,5 %.
Was sich daraus für einzelne Wetten ergibt: Bei einer angenommenen Zwei-Wege-Marke mit Quote 1,90 auf beiden Seiten liegt die Auszahlungsquote bei 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 94,74 %, die Marge bei rund 5,26 %. Das ist ein Wert, der je nach Markt, Sport und Anbieter schwankt – Bundesliga-Spitzenpartie mit asiatischer Handicap-Linie liegt teils näher an 97 %, ein untergeordnetes Live-Marktsegment teils deutlich tiefer. Wer wissen will, was ein Anbieter im Schnitt vom Markt behält, schaut nicht auf den Werbeversprechen, sondern auf die Marge des Marktes, den er spielt.
Marge: Das, was jede Wette im Schnitt kostet
Greift man das Beispiel eines Zwei-Wege-Marktes mit Quote 1,90 auf beiden Seiten auf, ergibt sich folgende Rechnung: 1/1,90 + 1/1,90 = 2/1,90 ≈ 1,0526. Der Kehrwert – die Auszahlungsquote – liegt bei 1 ÷ 1,0526 ≈ 95,00 %, die Marge bei rund 5,00 %. Der Wert ist ein statistischer Durchschnitt: Bei sehr vielen Wetten zu diesen Quoten fließen rund 95 Cent von jedem eingesetzten Euro zurück, rund 5 Cent behält der Anbieter. Für eine einzelne Wette sagt der Wert nichts – wer gewinnt, gewinnt zum vollen Preis; wer verliert, verliert den Einsatz. Über das Gesamtvolumen gerechnet ist die Marge der Preis, den das Wetten beim Anbieter kostet.
Was im Einzelfall hinzukommt: Quotenabschlag, Sportwettensteuer, Mindestquoten, Auszahlungslimits, Boni mit Umsatzbedingungen. Sie alle verändern den effektiven Preis einer Wette. Der Rechner zeigt das Verhältnis von Einsatz zu Auszahlung. Den effektiven Preis muss der Spielende selbst zusammensetzen.
Vergleich: Wettrechner und Anbieter mit deutscher Erlaubnis
Verglichen werden hier Wettrechner und Anbieter, die auf der Whitelist der GGL mit Stand 02.10.2026 für Sportwetten eingetragen sind. Das ist keine Empfehlung; es ist die Auswahl, die ein deutsches Konto überhaupt eröffnen kann. Wer einen Anbieter außerhalb der Liste nutzt, hat keine der Schutzmechanismen, die der Glücksspielstaatsvertrag 2021 vorsieht.
| Anbieter | Whitelist-Status | Inhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| LeoVegas | Whitelist-Eintrag | LVSports Limited | 21.10.2024 |
| VBet | Whitelist-Eintrag | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Betano | Whitelist-Eintrag | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| bwin | Whitelist-Eintrag | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| bpremium | Whitelist-Eintrag | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| MERKUR BETS | Whitelist-Eintrag | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| DAZN Bet | Whitelist-Eintrag | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Tipwin | Whitelist-Eintrag | Tipwin Limited | 09.10.2020 |
Die Tabelle zeigt die formale Seite. Was ein Anbieter an Rechnerfunktionalität, Wettarten und Quotenabschlag mitbringt, steht in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen und im Wettschein selbst – nicht im Whitelist-Eintrag.
AdmiralBet
AdmiralBet tritt in Deutschland unter Admiralbet.de auf. Auf der Whitelist ist die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer ersten Sportwetten-Erlaubnis vom 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen aus den Jahren 2022 und 2024. Damit gehört der Anbieter zu den früh lizenzierten Häusern im deutschen Markt – ein Vorteil, wenn es um Erfahrung mit den Regeln des Glücksspielstaatsvertrags geht, aber kein Maßstab für die Rechnerqualität selbst.
Was ein Spielender hier prüft: Welche Systemwetten der Wettschein anbietet (Trixie, Yankee, Heinz und mehr), wie der Anbieter mit der Sportwettensteuer umgeht und ob die angezeigten Quoten den tatsächlichen Auszahlungswert abbilden. Die Plattform trägt zudem eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de – ein anderes Produkt mit eigenen Regeln.
LeoVegas
LeoVegas hat eine deutlich jüngere Sportwetten-Erlaubnis: 21.10.2024. Die LVSports Limited ist der eingetragene Inhaber, neben dem Sportwetten- besteht eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 27.02.2023. Für Spielende heißt das: Der Anbieter ist im Sportsegment neu auf dem deutschen Markt, in einem regulatorischen Umfeld, das sich seit 2021 mehrfach verändert hat.
Was ein Wettrechner-Nutzer hier mitnimmt: ein Anbieter, der die volle Bandbreite des Glücksspielstaatsvertrags umsetzt – Identitätsprüfung, Einzahlungslimit, OASIS-Abgleich – und dessen Sportwetten-Angebot entsprechend der Erlaubnis vom Oktober 2024 aufgebaut ist. Wer LeoVegas wählt, prüft vor allem das Wettprogramm: Welche Sportarten, welche Märkte, welche Limits. Im Wettschein selbst zeigt sich, ob Trixie, Yankee oder Lucky 15 angeboten werden.
VBet
VBet wird laut Whitelist von der SCGO Limited betrieben, mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 05.12.2023 – VBet gehört damit zur zweiten Welle der Lizenzierten. Die Anbieter-Historie vor der deutschen Erlaubnis umfasst internationale Märkte; im deutschen Segment positioniert sich VBet mit Standard-Sportwetten.
Was sich für einen Wettrechner-Nutzer ergibt: VBet ist im deutschen Sportwetten-Markt vergleichsweise neu, aber nicht unerfahren. Der Wettschein gibt den Hinweis auf Trixie, Yankee und ähnliche Systeme – die meisten lizenzierten Anbieter haben das Standardrepertoire. Was die Marge angeht, gilt das, was für jeden Anbieter gilt: Sie ist im Markt verborgen, nicht im Werbeversprechen.
Betano
Betano gehört zur Kaizen Gaming Group und wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben. Erste Erlaubnis: 19.02.2021, Folgeerlaubnis: 16.12.2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ bewirbt im Apple App Store einen Funktionsumfang, der für Rechner-Nutzer relevant ist: Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Was sich daran zeigt: Betano liefert die Werkzeuge, die ein Rechner ergänzen. Wer mit dem Wettrechner einen Tipp vorbereitet, kann bei Betano denselben Tipp als Bet Builder bauen – also mehrere Märkte desselben Spiels zu einer Quote kombinieren. Cash Out erlaubt es, eine laufende Wette vorzeitig zu einem vom Anbieter berechneten Wert zu schließen. Beides hat eigene Regeln: Cash Out ist eine Funktion des Anbieters, deren Wert nicht dem theoretischen Reingewinn entspricht.
bwin
bwin ist eines der etabliertesten Häuser im deutschen Markt. Inhaber: bwin (Deutschland) Limited, erste Erlaubnis am 09.10.2020, Folgeerlaubnis am 23.12.2022. Die App „bwin – Sportwetten App“ bewirbt Cashout (manuell und automatisch), Live-Streams, Live-Statistiken, Kombi-Boost und Quoten-Boost.
Was sich für den Wettrechner ergibt: bwin bringt eine vollständige Wettschein-Mechanik mit – von Einzel- und Kombiwetten über Systemwetten bis hin zu Quoten-Boost-Aktionen, die einzelne Auswahlen künstlich verteuern. Wer mit dem Rechner arbeitet, sollte bei bwin darauf achten, ob die angezeigte Quote bereits den Quoten-Boost enthält oder nicht; ein geboosteter Preis ist nicht repräsentativ für das übrige Wettprogramm.
Winamax
Winamax gehört zu den Anbietern mit ausdrücklicher Werbung um die Steuer: Im Footer der Seite steht „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen April und August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag.
Was ein Wettrechner-Nutzer hier mitnimmt: Winamax ist einer der wenigen Anbieter, der die Sportwettensteuer nicht an die Spielenden weitergibt. Damit ist der angezeigte Preis auch der ausgezahlte Preis – der Reingewinn ergibt sich direkt aus Einsatz × (Quote − 1). Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets; die Einzahlung selbst muss einmal zur Auszahlung umgesetzt werden (maximal 100 €), bei einer Mindestquote von 1,05. Bei Systemwetten gilt die im Wettschein angezeigte Mechanik: Preis P/N aus N!/(P! × (N−P)!) × Einzeleinsatz.
bpremium
bpremium wird von der Ladbrokes (Deutschland) Limited betrieben; erste Erlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die Umsatzbedingungen für Bonusgewinne: Vor einer Auszahlung müssen Bonusbetrag und zugehörige Einzahlung je fünfmal umgesetzt werden, und zwar bei Dezimalquoten ab 1,7. Angebote sind, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar.
Was sich für Wettrechner-Nutzer ergibt: bpremium verlangt vergleichsweise moderate Mindestquoten für Bonusgewinne – 1,7 ist im Marktumfeld ein niedriger Wert. Wer mit dem Rechner plant, sollte beachten: Eine Wette mit Quote 1,50 zählt nicht für den Bonusumsatz, auch wenn sie gewinnt. Das ändert den effektiven Preis einer Bonusaktion deutlich.
MERKUR BETS
MERKUR BETS wird von der Merkur Bets Malta Limited betrieben, Erlaubnis seit 06.11.2023. Der MERKUR BETS CLUB – eine Aktion, die vom 09.06.2025 bis 14.07.2025 lief – schüttete für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote ab 4,00 bei einem Wocheneinsatz ab 25 € am folgenden Montag eine Freebet über 5 € aus.
Was die Aktion zeigt: MERKUR BETS belohnt Volumen mit kleineren Freebets – 5 € auf einen Wocheneinsatz von 25 € ist 20 %, weit entfernt von einem 100-%-Bonus, aber ohne die übliche Umsatz-Mechanik. Für einen Wettrechner-Nutzer heißt das: Die Mechanik der Freebet selbst (kein Einsatz zurück, Wert als Funktion der Quote) gilt auch hier.
DAZN Bet
DAZN Bet gehört zu DZBT Operations Limited, Erlaubnis seit 22.08.2023. Der Anbieter erhebt auf jede Sportwette einen Quotenabschlag von 5 %, der auch als Wettsteuer bekannt ist. Der Abschlag wird automatisch berechnet; im Kontoverlauf sind Einsatz und Quotenabschlag je Wette sichtbar.
Was das für den Wettrechner bedeutet: Wer bei DAZN Bet rechnet, muss den Quotenabschlag mitdenken. Eine Quote von 2,00 wird effektiv zu 2,00 × 0,95 = 1,90 – aus 10 € Einsatz werden bei einem Treffer 19 € ausgezahlt statt 20 €. Der Reingewinn sinkt von 10 € auf 9 €. Wer den Rechner einsetzt, rechnet idealerweise mit der effektiven Quote, nicht mit der beworbenen.
Tipwin
Tipwin wird von der Tipwin Limited betrieben, mit Erlaubnis seit 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen aus 2022 und 2024. Das Willkommensangebot beträgt 100 % der Einzahlung bis 100 €; Einzahlung und Bonus müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Mindestquote von 1,80.
Was ein Wettrechner-Nutzer hier mitnimmt: Tipwin verlangt einen soliden Umsatz – siebenfach, mit Wettschein-Limit 100 € und Mindestquote 1,80. Wer ein 100-€-Bonuspacket voll ausnutzen will, muss 100 € × 7 = 700 € Umsatz leisten, aufgeteilt in Wettscheine bis 100 €. Bei einer angenommenen Marge von 5 % kostet das im Schnitt rund 35 €, deutlich mehr als bei Anbietern mit niedrigeren Umsatzfaktoren oder Mindestquoten.
Über die Tabelle hinaus: Was die Anbieter im Rechneralltag unterscheidet
Die Whitelist-Tabelle zeigt formale Gemeinsamkeiten – alle zehn Anbieter haben eine Erlaubnis, alle sind seit 2020 oder später lizenziert. Was sie unterscheidet, ist die Art, wie sie mit Quote und Steuer umgehen. Winamax bewirbt „0 % Wettsteuer“, DAZN Bet zieht 5 % ab, ODDSET 5 % auf den Bruttogewinn, andere Anbieter rechnen die Steuer intern. Wer mit einem Wettrechner arbeitet, sollte nicht eine einheitliche Quote annehmen, sondern die effektive Auszahlung pro Anbieter im Kopf haben. Der Werbeversprechen und der Rechnungswert liegen gelegentlich dicht beieinander – und gelegentlich nicht.
Was ein Wettrechner leistet – und was er nicht versprechen kann
Ein Wettrechner ist ein Werkzeug, kein Orakel. Er rechnet, was an Eingaben kommt – Einsatz, Quote, Wettart. Er liefert Auszahlung, Reingewinn, gegebenenfalls den Verlust bei verlorenen Wettreihen in einer Systemwette. Er leistet damit den Teil der Wetten, der reine Mathematik ist.
Drei Punkte, die ein Wettrechner nicht abnimmt:
Erstens die Frage, ob eine Quote angemessen ist. Die Quote 1,90 auf einen Favoriten klingt plausibel – aber sie enthält eine Marge. Wer nicht weiß, dass der Markt im Schnitt nur 95 % zurückzahlt, sieht in der Quote ein faires Versprechen statt eines Preises mit eingebautem Abschlag.
Zweitens die Frage, ob eine Kombiwette sinnvoll ist. Drei Beine zu 1,80 ergeben rechnerisch 5,83 – aber die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei eintreffen, ist das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten. Wer das nicht im Blick hat, sieht in der Gesamtquote einen Gewinn und übersieht das Risiko.
Drittens die Frage, was ein Bonus wert ist. Ein 100-%-Bonus bis 100 € klingt nach geschenktem Geld. Wer die Umsatzbedingungen nicht kennt – bei Tipwin siebenfach mit Mindestquote 1,80 – erlebt, dass „Bonus“ eine Rechenaufgabe ist, keine Mitteilung.
Wer einen Wettrechner nutzt, bekommt Zahlen. Was er mit ihnen macht, ist eine eigene Entscheidung – und eine, die der Rechner nicht treffen kann.
Häufige Fragen zum Wettrechner
Wie berechnet sich der Reingewinn einer Einzelwette aus Einsatz und Quote?
Der Reingewinn einer Einzelwette mit festen Quoten ist Einsatz × (Quote − 1). Beispiel: 10 € Einsatz zu Quote 2,50 ergeben 25 € Auszahlung, der Reingewinn ist 15 €. Die Auszahlung umfasst den Einsatz zurück, der Reingewinn ist die Differenz. Bei Verlust ist der Einsatz verloren, der Reingewinn entsprechend negativ.
Wie viele Einzelwetten stecken in Systemwetten wie Trixie, Yankee oder Lucky 15?
Die Zahl der Wettreihen folgt der Formel N!/(P! × (N−P)!). Eine Trixie (3 Auswahlen, 2 aus 3) hat 3 Wettreihen, ein Yankee (4/11) hat 11 Wettreihen, ein Lucky 15 (4/15) hat 15 Wettreihen, ein Lucky 31 (5/31) hat 31 Wettreihen, ein Lucky 63 (6/63) hat 63 Wettreihen, ein Heinz (6/57) hat 57 Wettreihen, ein Super Heinz (7/120) hat 120 Wettreihen, ein Goliath (8/247) hat 247 Wettreihen.
Wie lassen sich Dezimalquote, Bruchquote und US-Quote ineinander umrechnen?
Bruchquote plus 1 ergibt die Dezimalquote: 9/2 + 1 = 5,50. Eine US-Quote ist positiv, wenn die Dezimalquote über 2,00 liegt (5,50 entspricht +450), negativ, wenn sie unter 2,00 liegt (1,40 entspricht −250). Eine US-Quote von −250 bedeutet, dass 250 $ Einsatz nötig sind, um 100 $ Gewinn zu erzielen.
Berücksichtigen Wettrechner die Sportwettensteuer von 5,3 %?
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf eine Bemessungsgrundlage, die von der Steuer selbst abhängt, und wird vom Veranstalter geschuldet. Ob und wie sie an die Spielenden weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter selbst – manche ziehen sie vom Bruttogewinn ab, andere vom Bruttoeinsatz, wieder andere tragen sie selbst. Wettrechner rechnen in der Regel mit der angezeigten Quote; die effektive Auszahlung hängt vom Anbieter ab.
Was leistet Dutching und wie verteilt ein Rechner dabei den Einsatz?
Dutching verteilt den Einsatz auf mehrere Auswahlen desselben Ereignisses so, dass jede Auswahl bei einem Treffer den gleichen Reingewinn liefert. Der Rechner ermittelt die Einsatzanteile aus den reziproken Quoten – eine Quote von 3,00 bekommt mehr Einsatz als eine Quote von 1,50, weil die niedrigere Quote wahrscheinlicher eintrifft. Das Ergebnis ist eine Wette, die unabhängig vom Ausgang des Ereignisses denselben Gewinn abwirft – vorausgesetzt, der Markt ist arbitragefrei.
Woran lässt sich erkennen, dass ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat?
Eine deutsche Erlaubnis für Sportwetten erkennt man an der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026. Die Liste führt die Domain und den Inhaber der Erlaubnis; nur die gelistete Domain darf Sportwetten anbieten. Eine Malta-, Curaçao- oder Anjouan-Lizenz ist in Deutschland ohne Bedeutung. Wer bei einem nicht gelisteten Anbieter spielt, hat keinen Zugang zu OASIS oder LUGAS und im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg.
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