EM-Wettquoten: Was die Zahlen über die Buchmacher verraten
Stand der Daten: 18.10.2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Die Fußball-Europameisterschaft 2026 existiert nicht. Im Kalender der UEFA stehen für dieses Jahr keine Endrunden einer Männer-EM; die letzte fand im Sommer 2024 in Deutschland statt, die nächste wird vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen. Wer in diesem Jahr nach „Wettquoten Europameisterschaft 2026“ sucht, sucht also nach Märkten, die sich auf ein Turnier beziehen, das noch nicht ausgespielt ist – und nach Quoten auf das letzte Turnier, deren Aussagekraft mit jedem Monat weiter sinkt. Beides hat seine eigenen Regeln, beide laufen über dieselben Buchmacher, und beide sind an den deutschen Markt gebunden, dessen Erlaubniswesen, Limits und Werberegeln eigene Bedingungen setzen.

Hier erfahren Sie, wie die Quoten für Fußball-Europameisterschaften zustande kommen, welche Faktoren die Margen der Buchmacher beeinflussen und welche Rolle die deutsche Sportwetten-Erlaubnis für Spielende spielt. Der Vergleich der zehn Anbieter auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) bietet dabei einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und die verschiedenen Angebote auf dem Markt.
Wie eine Quote entsteht – und was die Marge darin versteckt
Eine Quote ist keine Wahrscheinlichkeit. Sie ist das, was der Anbieter für einen zurückzahlbaren Euro verspricht – und sie enthält immer einen Anteil, der im Haus bleibt. Wer die Quote 2,10 sieht, liest sie am einfachsten als „für jeden eingezahlten Euro bekomme ich 2,10 Euro zurück, wenn die Wette gewinnt“. Wer wissen will, was der Buchmacher selbst über die Chance denkt, muss umrechnen: 1 ÷ 2,10 entspricht etwa 47,6 %, und genau diese Umrechnung steckt in jeder Wettquote. Addiert man die so gewonnenen Wahrscheinlichkeiten aller möglichen Ausgänge eines Marktes, kommt am Ende nicht 100 heraus, sondern etwas mehr. Die Differenz ist die Marge des Anbieters – das, was auf Dauer bei ihm bleibt, egal welches Ergebnis herauskommt.

Ein einfaches Beispiel: Ein 1X2-Markt auf einen Fußball-Spieltag zeigt die Heimsieg-Quote 2,10, das Unentschieden 3,40 und die Auswärtsquote 3,60. Die impliziten Wahrscheinlichkeiten sind 47,6 %, 29,4 % und 27,8 %. Zusammen sind das 104,8 %. Der Buchmacher gibt also 95,4 % der Einsätze als Auszahlung zurück (1 ÷ 1,048) und behält 4,6 % als Marge. In der Praxis liegen die Margen auf den Hauptmärkten großer Fußballspiele zwischen etwa drei und sieben Prozent; je exotischer ein Markt wird, desto höher fällt der Aufschlag aus. Auf einer 1X2-Wette zur Europameisterschaft, die zwölf Monate vor dem ersten Spiel abgeschlossen wird, kann die Marge leicht doppelt so hoch liegen wie auf einem Bundesliga-Spiel am Sonntagabend.
Diese Spanne – und nicht der einzelne Preis – entscheidet darüber, wie teuer eine Wette auf Dauer ist. Eine Quote von 5,00 auf einen Außenseiter sieht verlockend aus, sagt aber nichts darüber, wie viel von jedem Euro auf diesem Markt tatsächlich an die Wettenden zurückfließt. Die Marge ist die Zahl, die ein Buchmacher nicht zeigt, die ein Spielender aber kennen muss, wenn er Anbieter vergleicht.
Die drei Bausteine einer Quote
Jede Wettquote setzt sich aus drei Schichten zusammen: der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, der Marge des Anbieters und einer eventuell anfallenden Wettsteuer. Auf einem deutschen Markt kommt als vierte Komponente der Auszahlungsweg hinzu – Cash Out verändert den Preis zum Zeitpunkt der Auszahlung, Livewetten verändern ihn Sekunde um Sekunde. Wer Quoten vergleicht, vergleicht am Ende nicht drei Zahlen, sondern vier Konstruktionen – und genau das macht den Vergleich schwierig, wenn nicht alle Anbieter die gleichen Märkte anbieten oder die gleiche Tiefe der Märkte.
Was eine Quote nicht enthält, ist die persönliche Meinung des Spielenden. Wer glaubt, dass Spanien mit einer höheren Wahrscheinlichkeit gewinnt als 27,8 %, sieht in der Quote 3,60 einen Wert. Wer glaubt, dass die wahre Chance darunter liegt, lässt die Finger davon. Auf dieser Logik – und nur auf dieser – beruht jede Wette, die nicht reines Glück ist.
Turnierquoten lesen: Turniersieger, Gruppen und Torschützenkönig
Langzeitquoten funktionieren nach demselben Mechanismus wie Einzelquoten, nur über einen längeren Zeitraum und mit deutlich mehr möglichen Ausgängen. Eine Wette auf den Turniersieger der EM 2028 listet alle 24 teilnehmenden Mannschaften mit einer Quote – Frankreich vorne mit vielleicht 5,00, San Marino am Ende mit 1.000 oder höher. Addiert man die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Quoten, kommt meist eine Summe heraus, die 110 % oder mehr erreicht. Die Marge ist auf einem Turniersiegermarkt höher als auf einem einzelnen Spiel, weil der Buchmacher das Risiko trägt, Monate im Voraus eine Position zu halten, und weil die Nachfrage nach Außenseitern die Preise für die Spitze nach oben treibt.
Wer vor dem Turnier eine Quote von 5,00 auf Frankreich sieht, sollte nicht erwarten, dass diese Quote bis zum Halbfinale stabil bleibt. Jede Verletzung eines Schlüsselspielers, jede Sperre, jede Formkrise verschiebt die Linie – und der Buchmacher zieht nach, oft bevor eine Schlagzeile in der Tageszeitung steht. Wer auf eine Langzeitwette setzt, setzt auf eine Momentaufnahme. Wer die Wette erst nach der Gruppenphase platziert, zahlt in der Regel eine höhere Quote auf den Außenseiter und eine niedrigere auf den Favoriten, dafür aber mit weniger Unsicherheit im Rucksack.
Die zweite Form der Turnierwette ist die Gruppenwette. Wer darauf wettet, dass Deutschland Gruppensieger wird, wettet auf drei Ergebnisse – das eigene Abschneiden und die Ergebnisse der Konkurrenten. Die Marge wird hier zur Addition mehrerer Einzelmärkte und liegt fast immer über der Marge eines Einzelspiels. Hinzu kommt die Regel der meisten Anbieter, dass die Wette ungültig wird, wenn ein Schlüsselspieler verletzungsbedingt fehlt – ein Punkt, der in den Bedingungen jedes Anbieters anders formuliert ist.
Die dritte Form ist die Torschützenwette. Die Quote auf den Torschützenkönig der EM 2024 lag vor dem Turnier bei 6,00 bis 8,00 auf Spieler wie Mbappé, Kane oder Gakpo – tatsächlich teilten sich am Ende sechs Spieler mit je drei Treffern den Titel, was zeigt, wie selten die Buchmacher-Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Torschützen mit dem tatsächlichen Ausgang übereinstimmt. Wer hier setzt, setzt auf die Konzentration der Tore bei einer kleinen Spitze – und die ist bei einer EM, an der 24 Mannschaften teilnehmen, immer niedriger als bei einer WM mit 32 Teams.
Warum Langzeitquoten sich bewegen
Der wichtigste Grund für die Bewegung von Langzeitquoten ist Information. Sobald die Kadernominierungen feststehen, sobald Schlüsselspieler verletzt ausfallen, sobald ein Trainerwechsel die Formkurve verändert, fließt Geld auf den Markt und die Quote bewegt sich. Der zweitwichtigste Grund ist die Buchmacher-eigene Risikosteuerung: Wer zu viel Geld auf einen Außenseiter genommen hat, gleicht die Position aus, indem er dessen Quote senkt – was den Eindruck erweckt, die Wahrscheinlichkeit sei gesunken, obwohl die wahren Chancen gleich geblieben sind. Für den Spielenden bedeutet das: Die Quote, die heute gilt, ist nicht die Quote, die morgen gilt, und wer seine Wette heute platziert, hat einen anderen Preis als der, der morgen entscheidet.
Das Turnier, das in diesem Jahr nicht stattfindet
Die Fakten zur EM 2024 und zur EM 2028 stecken in jedem Wettprogramm, das jetzt schon die EM bedient – die Anbieter sprechen vom „nächsten Europameister“ und meinen die Ausgabe 2028, nicht eine fiktive Ausgabe im Kalender des Suchenden. Die letzte EM fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt, 24 Mannschaften spielten in sechs Vierergruppen, 51 Spiele standen am Ende zu Buche. Spanien gewann am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion mit 2:1 gegen England und holte den vierten Titel seiner Geschichte. Sechs Spieler erzielten je drei Tore – Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz – und 2.681.288 Zuschauerinnen und Zuschauer kamen insgesamt.
Die nächste EM beginnt am 9. Juni 2028 mit dem Eröffnungsspiel in Cardiff und endet am 9. Juli 2028 mit dem Finale im Londoner Wembley-Stadion. Sechs Vierergruppen werden gespielt, danach folgen Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale – ein Spiel um Platz drei gibt es bei Europameisterschaften nicht. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen findet am 6. Dezember 2026 in Belfast statt; gespielt wird in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams, die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt.
Was das für die Quoten heißt
Wer in diesem Jahr nach Quoten auf die EM 2026 sucht, bekommt entweder Quoten auf die EM 2024 – deren Aussagekraft rein historisch ist – oder Vorab-Quoten auf die EM 2028, deren Niveau von der Informationslage abhängt. Beide Quoten werden von denselben Buchmachern gestellt, die auch das Turnier 2024 begleitet haben, und sie unterliegen denselben Regeln: deutsche Erlaubnis, Whitelist-Eintrag, OASIS-Abgleich, LUGAS-Limit, volle Verifizierung. Wer eine Quote sieht, sieht immer auch den Anbieter dahinter – und die Frage, ob dieser Anbieter in Deutschland Sportwetten anbieten darf, entscheidet darüber, ob das Geld im Streitfall überhaupt zurückgeholt werden kann.
Rechtslage: Wer in Deutschland eine EM-Wette annehmen darf
Sportwetten in Deutschland unterliegen dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV), der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Die zuständige Behörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, sie überwacht die Anbieter und sie kann Bußgelder verhängen. Die Wettsteuer selbst ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Der Lackmustest für eine gültige Erlaubnis ist die Whitelist der GGL nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Stand 2. Oktober 2026 führt die Liste 30 Einträge: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon auch mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis, denn die Domain-Vergabe und die Glücksspielaufsicht sind zwei Paar Schuhe.
Was eine Erlaubnis umfasst – und was nicht
Eine Erlaubnis deckt genau die Domain ab, die unter der Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist steht. Eine Erlaubnis für Spielautomaten, Poker oder virtuelles Casino sagt nichts über das Sportwetten-Angebot des gleichen Inhabers aus; umgekehrt gilt das Gleiche. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV), die Whitelist zeigt aber nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum – wer ein Enddatum braucht, muss beim Anbieter selbst nachfragen.
Was auf einer deutschen Lizenz gewettet werden darf, regelt § 21 GlüStV: erlaubt sind feststehende Quoten auf das Ergebnis eines Sportereignisses oder eines Teils davon sowie auf Vorkommnisse im Spiel, einzeln oder in Kombination. Verboten sind Wetten auf Sportereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen – in der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurniveau und darf nicht bewettet werden. Verboten sind außerdem manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind generell nicht zulässig.
Livewetten: das enge deutsche Korsett
Wetten während eines laufenden Spiels sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur sehr eingeschränkt möglich: erlaubt ist die Wette auf das Endergebnis sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein vergleichbares Ereignis in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten vorkommen. „Nächstes Tor“ beim Fußball ist erlaubt, „nächster Satz“ beim Tennis auch; „nächster Punkt“ beim Tennis, „nächster Korb“ beim Basketball sind es nicht. Wer eine Livewette auf einen Eckball oder eine gelbe Karte sehen will, sieht sie nicht auf einer deutschen Lizenz – sehr wohl aber auf einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, was die Frage aufwirft, ob man dort spielen will.
Ausgezahlt wird nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Cash Out ist im Gesetz nicht geregelt – es ist eine freiwillige Funktion des Anbieters, der damit sein eigenes Risiko steuert. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro Wette im Sportwetten-Bereich.
Werbung und Boni
Werbung für Glücksspiel darf nach § 5 Abs. 7 GlüStV nur von Erlaubnisinhabern gemacht werden. Zwischen 6:00 und 21:00 Uhr gilt ein Werbeverbot – aber nur für Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele. Für Sportwetten gilt das Verbot nicht, dafür aber: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im gleichen Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3 und 6 GlüStV).
Der GlüStV selbst enthält keine Vorschrift, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt oder Mindestquoten oder Umsatzfaktoren vorschreibt. Was ein Bonus wert ist, ergibt sich allein aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters – und genau dort entscheidet sich, ob eine Aktion tatsächlich etwas auszahlt oder ob sie hinter einer Umsatzhürde verschwindet.
Spielerschutz: OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit
Jede Wette auf einen lizenzierten Anbieter läuft über drei Sicherheitsnetze: das Sperrsystem OASIS, die Limitdatei LUGAS und die Pflicht zur vollständigen Verifizierung. Teilnehmen darf, wer 18 Jahre alt ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter ist ein Konto erlaubt, mit vollständiger Identitätsprüfung (§ 6a GlüStV). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 Euro und ohne Auszahlung.
Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt standardmäßig 1.000 Euro pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg. Ein Anbieter darf für eine einzelne Person ein höheres Limit setzen – bis zu 10.000 Euro, in Ausnahmefällen bis 30.000 Euro für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden –, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen auf mehreren Konten ist verboten (§ 6h GlüStV), die Aktivitätsdatei im LUGAS-System erkennt es.
OASIS nach §§ 8 und 8a GlüStV ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Anmeldung abgeglichen wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die Person einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen – wer dort spielt, hat diese Schutznetze nicht.
Zahlungen und Spielergelder
Ein- und Auszahlungen laufen nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur über ein Zahlungskonto auf den Namen der spielenden Person bei einem Institut, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Karten – sind auf einer deutschen Lizenz nicht zugelassen. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6 und 7 GlüStV).
Boni und Gratiswetten: Was eine Aktion wirklich kostet
Ein „100-%-Bonus“ klingt nach geschenktem Geld. Was er tatsächlich bedeutet, steht in den Umsatzbedingungen des Anbieters – und genau dort entscheidet sich, ob die Aktion am Ende Geld auf das Konto bringt oder nur den Einsatz verlängert. Drei Zahlen bestimmen den Wert eines Bonus: die Umsatzanforderung (wie oft muss der Bonus oder der Bonus plus Einzahlung umgesetzt werden), die Mindestquote (welche Quoten zählen für die Umsetzung) und die Frist (in welchem Zeitraum muss der Umsatz erfolgen).
Ein Beispiel: 100 Euro Bonus mit 5-facher Umsatzanforderung auf den Bonus bedeuten 500 Euro Umsatz. Bei einer Mindestquote von 1,80 und Einsätzen von 10 Euro sind das 50 Wetten – in der für den Anbieter üblichen Frist, oft sieben bis 30 Tage. Wer die Frist verpasst, verliert den Bonus und alle damit erzielten Gewinne.
Gratiswetten – das Kleingedruckte
Eine „Gratiswette“ oder „Freiwette“ verspricht einen Einsatz ohne eigenes Risiko. In der Praxis heißt das: Der Einsatz wird bei einem Gewinn in der Regel nicht zurückgezahlt. Wer eine Gratiswette über 10 Euro auf Quote 3,00 nutzt, bekommt bei einem Gewinn 20 Euro ausgezahlt (10 × (3,00 − 1)), nicht 30 Euro. Der Wert der Gratiswette entspricht damit 10 × (3,00 − 1) ÷ 3,00 × Auszahlungsquote des Marktes – bei einer Auszahlungsquote von 95 Prozent sind das etwa 6,33 Euro, niemals die vollen 10 Euro.
Eine „risikofreie Wette“ ist häufig keine risikofreie Wette. Was als risikofrei beworben wird, ist oft eine Gratiswette als Rückerstattung – die Person hat also ihren Einsatz verloren und bekommt ihn in Form einer Gratiswette zurück, nicht in bar. Das ist etwas anderes als eine Erstattung in Geld, und der Unterschied macht sich auf dem Konto bemerkbar.
Cashback und erhöhte Quoten
Cashback zahlt einen Teil der Nettoverluste zurück – meist zwischen 5 und 15 Prozent, oft als Gratiswette, manchmal als Barguthaben. Erhöhte Quoten sind das, was der Anbieter als „Boost“ oder „Super-Quote“ verkauft: ein ausgewähltes Spiel bekommt für einen bestimmten Markt eine künstlich aufgepumpte Quote. Was die Erhöhung kostet, ist die Begrenzung des Einsatzes – oft nur wenige Euro – und die Tatsache, dass die Auszahlung über die üblichen Auszahlungswege läuft, also keine Garantie für kostenloses Geld.
Was der GlüStV nicht regelt, ist die maximale Höhe eines Bonus oder einer Mindestquote. Beides setzt der Anbieter in seinen Bedingungen, und genau dort liest sich, was eine Aktion wert ist.
Wett-Apps: gleiche Quote, andere Hand
Eine Wett-App eines lizenzierten Anbieters zeigt dieselben Quoten wie die Webseite. Sie verlangt dieselbe Verifizierung, dieselbe OASIS-Abfrage, dasselbe Einzahlungslimit. Was die App zusätzlich liefert, ist der Sofortzugriff: Push-Mitteilungen bei Toren, Quotenbewegungen in Echtzeit, Touch-ID für die Anmeldung. Was sie nicht liefert, ist ein eigener Quoten-Markt – jede in der App sichtbare Quote gibt es auch auf der Webseite, und umgekehrt.
Die App-Stores selbst sind keine Werbeplattform für Glücksspiel. Im Apple App Store wird die „Betano Sportwetten und Slots“-App von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten und trägt in der Beschreibung Funktionen wie den Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streams unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Welche Streams tatsächlich verfügbar sind, hängt vom Standort und von den Lizenzrechten des Anbieters ab – die App-Beschreibung ist die Werbung, nicht der Vertrag.
Wer auf einer Wett-App spielt, sollte wissen, dass die App in der Regel keine Sonderregeln hat – sie ist nur ein anderes Eingabegerät. Die Limits gelten, OASIS gilt, der Panikbutton gilt, die Auszahlungsfrist gilt. Wer die App auf dem eigenen Gerät löscht, löscht nicht das Konto; wer das Konto schließen will, schließt es beim Anbieter, nicht im App-Store.
Livewetten und Cash Out: Was bleibt erlaubt
Livewetten sind in Deutschland auf das Endergebnis und auf seltene Spielereignisse beschränkt. Bei einem Fußballspiel zur EM darf live auf das Endergebnis gewettet werden, auf das nächste Tor und auf den nächsten Elfmeter – alles, was häufiger vorkommt, ist nicht erlaubt. Ein Wettanbieter, der auf seiner Plattform „Livewetten auf die nächste Ecke“ oder „nächste gelbe Karte“ anbietet, hat diese Märkte auf einer deutschen Lizenz nicht im Programm – sehr wohl aber auf einer Lizenz aus Malta oder Curaçao, was die Frage aufwirft, ob die Person dort spielen will.
Cash Out ist im GlüStV nicht geregelt. Es ist eine freiwillige Funktion des Anbieters: Wer eine offene Wette hat, kann sie vor dem Ende des Ereignisses zurückkaufen – der Anbieter zahlt einen Betrag, der unter dem liegt, was die Wette bei einem Gewinn eingebracht hätte, und der über dem liegt, was sie bei einem Verlust gekostet hätte. Welcher Betrag genau ausgezahlt wird, berechnet der Anbieter anhand des aktuellen Spielstands und der verbleibenden Zeit; eine Formel, die im Glücksspielstaatsvertrag nicht steht.
Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt und kann vollständig oder teilweise ausgezahlt werden. Welche Wetten cashout-fähig sind, entscheidet der Anbieter – Livewetten häufiger als Vorab-Wetten, Kombiwetten seltener als Einzelwetten. Wer Cash Out nutzt, sollte wissen, dass die Differenz zwischen dem Cash-Out-Wert und dem potenziellen Gewinn die Marge des Anbieters für diese Funktion enthält – Cash Out ist kein Geschenk, sondern eine weitere Verdienstmöglichkeit des Hauses.
Warum Livewetten auf einer deutschen Lizenz teurer sind
Der Anbieter trägt bei Livewetten ein höheres Risiko: Die Quoten müssen in Sekundenbruchteilen aktualisiert werden, das System muss gegen technische Ausfälle abgesichert sein, das Live-Streaming (sofern angeboten) muss rechtesicher sein. Diese Kosten schlagen sich in der Marge nieder. Livewetten auf einer deutschen Lizenz sind in der Regel teurer als Vorab-Wetten auf den gleichen Markt – nicht, weil der Anbieter gieriger ist, sondern weil das Produkt teurer ist.
Die zehn Anbieter im Überblick
Die folgende Tabelle führt zehn Anbieter auf, die zum Stand 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist der GGL stehen. Sie ist kein Ranking, keine Empfehlung und keine Aussage über die Qualität der Wettangebote – sie sagt nur, wer in Deutschland Sportwetten anbieten darf. Die Spalten sind: Marke (wie der Anbieter sich in Deutschland nennt), Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber (wie ihn die GGL führt), Datum der Sportwetten-Erlaubnis.
| Marke | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| bpremium | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
Was die Tabelle zeigt, ist ein Datum – nicht mehr. Die erste Erlaubnis auf dieser Liste wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, die jüngste am 22. April 2026. Eine ältere Erlaubnis bedeutet mehr Jahre Erfahrung im deutschen Markt, eine jüngere ein neueres Produkt; was die Liste nicht verrät, ist die Größe des Wettprogramms, die Qualität der Quoten, die Vielfalt der Märkte, die Geschwindigkeit der Auszahlung. Das steht in den AGB des jeweiligen Anbieters und in seinem Wettprogramm, nicht auf der Whitelist.
Was die Anbieter voneinander unterscheidet
Die zehn Anbieter in der Tabelle haben dieselbe Rechtsgrundlage – eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a GlüStV – und dieselben Pflichten. Was sie unterscheidet, ist die Plattform, das Programm und die Konditionen. Hier ein Blick auf die Eigenheiten, die für EM-Wetten relevant sind.
Betano (Betano.de)
Betano ist mit der App „Betano Sportwetten und Slots“ der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED im Apple App Store vertreten; die App-Beschreibung nennt einen Bet Builder für die Kombination mehrerer Märkte eines Spiels, Cash Out und Live-Streams unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die Whitelist führt die Betkick Sportsbetting Limited als Erlaubnisinhaberin mit einer ersten Erlaubnis vom 19. Februar 2021. Für EM-Wetten heißt das: ein Anbieter mit Live-Streaming-Funktion, dessen Stream-Angebot im Einzelfall zu prüfen ist, weil die Lizenzrechte für UEFA-Turniere nicht selbstverständlich sind.
Betway (Betway.de)
Betway bietet in seiner App einen Wettkonfigurator für Fußballspiele sowie den „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Cash Out wird über das grüne Symbol unter „Meine Wetten“ angezeigt und kann vollständig oder anteilig ausgezahlt werden. Die Whitelist führt die Betway Limited mit einer ersten Erlaubnis vom 9. März 2021. Die Funktionen Konfigurator und Konfigurator+ sind vor allem für Kombiwetten-Spieler interessant, die nicht auf vorgefertigte Kombis des Anbieters zurückgreifen wollen.
bwin (Bwin.de)
bwin ist seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist vertreten, geführt durch die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. Das Markenzeichen von bwin ist seit Jahren die Tiefe des Wettprogramms – auch unterhalb der Bundesliga finden sich viele Märkte, was bei einem Turnier wie der EM mit 51 Spielen relevant wird, weil auch Spiele der zweiten Reihe ein umfangreiches Angebot haben. Cash Out ist verfügbar, die genauen Bedingungen stehen in den AGB.
DAZN Bet
DAZN Bet verknüpft das Sportwetten-Angebot mit dem Streaming-Angebot von DAZN – die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta ist als Veranstalterin der Sportwetten eingetragen, die Erlaubnis besteht seit dem Datum vom 22. August 2023. Für EM-Spiele heißt das: ein Anbieter, bei dem Streaming und Wette zusammenlaufen, was bei Livewetten praktisch ist, sofern die Übertragungsrechte für UEFA-Turniere auf DAZN liegen – was sie in Deutschland für die nächsten Jahren tun.
NEO.bet
NEO.bet wird auf der Whitelist durch die Greenvest Betting Limited geführt, mit einer ersten Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit Fokus auf den deutschsprachigen Markt und pflegt ein Wettprogramm, das vor allem Fußball, Tennis und US-Sport abdeckt. Für EM-Wetten ist NEO.bet dann interessant, wenn das Wettprogramm die zweite Reihe der Gruppenphase abdeckt – etwas, das bei kleineren Anbietern nicht selbstverständlich ist.
bpremium (Bpremium.de)
Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Gzira, Malta; die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 21. Dezember 2022 erteilt. bpremium tritt in Deutschland eher zurückhaltend auf und setzt auf das Marken-Erbe der Ladbrokes-Gruppe. Für EM-Wetten liefert bpremium ein Standard-Programm mit den üblichen Hauptmärkten, weniger mit Exoten.
bet365 (Bet365.de)
bet365 wird auf der Whitelist durch die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta geführt – die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 27. Dezember 2022 erteilt. bet365 ist im deutschen Markt der Anbieter mit dem vermutlich breitesten Live-Programm und der größten Stream-Bibliothek, soweit es die Rechte erlauben. Für EM-Wetten ist bet365 dann erste Wahl, wenn Live-Streams gesucht werden und Cash Out in möglichst vielen Konstellationen verfügbar sein soll – wobei die genauen Märkte erst im Wettprogramm sichtbar werden.
bet-at-home (Bet-at-home.de)
Die Bet-at-home.com Internet Limited ist auf der Whitelist eingetragen, die Erlaubnis besteht seit dem 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt. Zusätzlich zur Sportwetten-Erlaubnis führt die Whitelist eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022 – was die Frage aufwirft, ob bet-at-home das Sportwetten-Angebot oder das Casino-Angebot stärker gewichtet; für EM-Wetten zählt nur das Sportwetten-Angebot, das bei bet-at-home seit Jahren solide, aber nicht spektakulär ist.
Winamax (Winamax.de)
Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Whitelist führt die WINAMAX (Société anonyme) als Erlaubnisinhaberin mit einer ersten Erlaubnis vom 29. Juni 2021. Winamax TV bietet Live-Streams aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie aus der NBA und der NFL – UEFA-Turniere sind in dieser Liste nicht erwähnt, was bei der EM-Wette relevant wird.
Bet3000 (Bet3000.de)
Bet3000 ist mit der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta auf der Whitelist vertreten; die Erlaubnis besteht seit dem 22. April 2026 – sie ist die jüngste in dieser Liste. Bet3000 ist im deutschen Markt traditionell als Anbieter mit hohen Quoten und schmalem Bonus-Programm bekannt; für EM-Wetten bedeutet das einen Anbieter, der eher über den Preis als über Aktionen wirbt, was für preisbewusste Wettende interessant ist.
Häufige Fragen
Wann findet die nächste Fußball-Europameisterschaft statt?
In diesem Jahr findet keine EM-Endrunde statt. Die letzte Fußball-Europameisterschaft der Männer wurde vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland ausgetragen, die nächste beginnt am 9. Juni 2028 mit dem Eröffnungsspiel in Cardiff und endet am 9. Juli 2028 mit dem Finale im Londoner Wembley-Stadion. Wer in diesem Jahr nach „EM 2026“ sucht, sucht nach einem Turnier, das im Kalender der UEFA nicht existiert.
Wo wird die EM 2028 ausgetragen und wie ist der Turnierplan aufgebaut?
Die EM 2028 wird in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen. 24 Mannschaften spielen in sechs Vierergruppen, danach folgen Achtelfinale (24. bis 27. Juni), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli) und Finale (9. Juli 2028). Ein Spiel um Platz drei gibt es bei Europameisterschaften nicht. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen findet am 6. Dezember 2026 in Belfast statt.
Wie lassen sich Langzeitquoten auf den Europameister lesen?
Langzeitquoten funktionieren wie Einzelwetten: 1 dividiert durch die Quote ergibt die implizite Wahrscheinlichkeit, und die Summe dieser Wahrscheinlichkeiten über alle möglichen Ausgänge liegt über 100 Prozent. Die Differenz ist die Marge des Anbieters, die bei Turniersiegerwetten oft 20 Prozent und mehr beträgt. Eine Quote von 5,00 auf Frankreich bedeutet also nicht 20 Prozent Wahrscheinlichkeit, sondern weniger – den Rest schluckt die Marge.
Wer gewann die EM 2024 und was lässt sich daraus für Favoritenquoten ableiten?
Spanien gewann das Finale am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion mit 2:1 gegen England und holte den vierten Titel seiner Geschichte. Sechs Spieler erzielten je drei Tore – Gakpo, Kane, Mikautadze, Musiala, Olmo und Schranz – was zeigt, wie selten ein einzelner Torschütze das Turnier dominiert. Für Favoritenquoten heißt das: Wer auf einen einzelnen Star setzt, zahlt für die Konzentration der Tore, und die Konzentration fällt bei einer EM mit 24 Mannschaften niedriger aus als bei einer WM mit 32 Teams.
Welche Livewetten sind bei Turnierspielen in Deutschland erlaubt?
In Deutschland sind Livewetten während eines laufenden Spiels auf das Endergebnis und auf seltene Spielereignisse beschränkt – bei Fußball also auf das nächste Tor, nicht auf die nächste Ecke oder die nächste gelbe Karte. Wer mehr Live-Märkte sehen will, findet sie bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis, die allerdings weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen sind und keinen Schutz im Streitfall bieten.
Woran lässt sich erkennen, ob ein Wettanbieter für die EM eine deutsche Erlaubnis hat?
Der einzige zuverlässige Test ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Stand 2. Oktober 2026 führt die Liste 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis; jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber nicht jede .de-Domain ist auf der Whitelist. Eine Wettsteuer-Registrierung beweist keine Erlaubnis, eine .de-Domain beweist keine Erlaubnis, eine Malta- oder Curaçao-Lizenz beweist in Deutschland keine Erlaubnis.
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