Regionalliga wetten: Was in Deutschland erlaubt ist und was nicht
Daten geprüft am 18.10.2026 gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).
Die Regionalliga ist vierte Liga, fünf Staffeln, ein Spielplan voller Aufstiegsspiele zur 3. Liga. Wer dort wetten will, stößt im deutschen Markt auf eine klare Grenze: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt als Amateurbereich, erlaubte Anbieter dürfen solche Spiele nicht ins Wettprogramm aufnehmen. Wer trotzdem eine Quote für ein Regionalliga-Spiel sieht, sieht sie bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis. Der folgende Überblick erklärt, was erlaubte und nicht erlaubte Anbieter trennt, warum der deutsche Markt die Regionalliga ausspart und welche Wege Spielern bleiben, wenn sie legal wetten wollen.

Verantwortungsvolles Spielen bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis
Wer in Deutschland bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis spielt, bewegt sich in einem festen Rahmen aus Identitätsprüfung, Einzahlungslimit und Sperrdatei. Was Spieler mitbringen müssen und was die Anbieter kontrollieren, gehört vor die erste Einzahlung.
Volljährigkeit und Identitätsprüfung
Teilnehmen darf nur, wer volljährig ist. Die Anbieter prüfen das über einen Abgleich des Ausweises, bei der Anmeldung und vor der ersten Auszahlung. Bis die Verifizierung abgeschlossen ist, läuft das Konto im Übergang: maximal 72 Stunden, höchstens 100 € Einzahlung, keine Auszahlung. Wer danach nicht verifiziert, wird gesperrt.

Einzahlungslimit und LUGAS
Über alle Anbieter hinweg gilt ein monatliches Einzahlungslimit, vorgegeben durch die Limitdatei LUGAS. Standard sind 1.000 € im Kalendermonat. Das Limit gilt pro Person, nicht pro Anbieter; wer parallel bei drei Wettanbietern einzahlt, teilt das eine Monatslimit auf alle drei Konten auf. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 € ist möglich, verlangt aber einen wirtschaftlichen Nachweis; eine Selbsterklärung genügt nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
OASIS-Sperrdatei und Panikbutton
OASIS ist die bundesweite Spielersperrdatei. Bei jeder Anmeldung und jedem Login wird abgeglichen, ob eine Sperre vorliegt. Eine Selbstsperre läuft mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist setzt, sonst mindestens ein Jahr. Zusätzlich gibt es den Panikbutton: ein Knopf im Konto, der sofort für 24 Stunden sperrt. Beide Mechanismen greifen nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis.

Parallel-Spiel und ein Konto pro Anbieter
Pro Anbieter ist nur ein Konto erlaubt. Wer mehrere Konten bei demselben Veranstalter eröffnet, riskiert die Sperre beider Konten und die Meldung an OASIS. Die Aktivitätsdatei LUGAS erkennt Parallel-Spiel: wer versucht, das Monatslimit durch Aufteilung zu umgehen, fällt auf.
Zahlungen nur auf eigene Konten
Einzahlungen sind nur von Zahlungskonten erlaubt, die auf den eigenen Namen lauten und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt werden. Krypto, anonyme Prepaid-Karten und fremde Konten fallen durch die Regel. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Restbetrag innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt.
Wettarten und Quoten: was die Regionalliga von Bundesliga und Co. trennt
Wer aus Bundesliga und Champions League das gewohnte Bild kennt – Sieger, Handicap, Über/Unter Tore, Ergebniswetten – sieht im deutschen Wettprogramm der Regionalliga nichts davon. Der Grund liegt nicht in der Spielklasse, sondern in der Spielklasse als Amateurbereich.
Warum die Regionalliga in keinem erlaubten Wettprogramm steht
§ 21 Abs. 1a des Glücksspielstaatsvertrags schließt Wetten auf Veranstaltungen aus, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen. Die GGL legt das für Fußball so aus, dass alles unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich gilt. Damit fallen Regionalliga, Oberliga und alle tieferen Ligen aus dem erlaubten Wettprogramm. Die GGL erlaubt nur das Wettprogramm, das sie genehmigt; Anbieter dürfen keine Wetten anbieten, die nicht Teil dieses Programms sind.
Welche Wettarten die erlaubten Anbieter zeigen
Bei erlaubten Anbietern beginnt das Fußballprogramm mit der 3. Liga, dann 2. Bundesliga, Bundesliga und international. Verfügbar sind Einzelwetten und Kombiwetten auf das Ergebnis eines Spiels, auf nächste Tore, nächste Sätze (im Tennis), Handicaps und Über/Unter-Märkte. Live-Wetten sind während eines laufenden Spiels erlaubt, aber beschränkt: in Fußball auf das nächste Tor, in Tennis auf den nächsten Satz. Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball sind nicht erlaubt.
Quoten verstehen: Auszahlungsquote und Marge
Eine Quote von 2,10 heißt: 10 € Einsatz zahlen bei einem Sieg 21 € zurück. Hinter jeder Quote steht eine Auszahlungsquote des Marktes, der Anteil aller Einsätze, den der Buchmacher langfristig wieder auszahlt. Die Marge ist das, was der Buchmacher behält. Beispiel für einen 1X2-Markt mit Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60:
- Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) ≈ 1 ÷ 1,0481 ≈ 0,9540, also rund 95,4 %.
- Marge ≈ 100 % − 95,4 % ≈ 4,6 %.
Eine Marge um 4–5 % ist typisch für einen Hauptmarkt bei einem großen Anbieter. Bei weniger populären Märkten oder Live-Wetten liegt sie höher. Eine niedrigere Marge ist besser für den Spieler, weil sie zeigt, dass mehr Einsätze als Gewinn zurückfließen.
Beispielrechnung für eine Einzelwette
Einsatz 10 €, Quote 2,10: Rückzahlung = 10 € × 2,10 = 21,00 €, Reingewinn = 21,00 € − 10,00 € = 11,00 €. Bei einer Kombiwette mit zwei Auswahlen zu 2,10 und 1,80 multiplizieren sich die Quoten zur Gesamtquote 3,78. 10 € Einsatz zahlen bei einem Sieg 37,80 € zurück, Reingewinn 27,80 €.
Warum die Marge über das echte Risiko entscheidet
Die Quote zeigt nur, was im Erfolgsfall gezahlt wird. Sie zeigt nicht, wie wahrscheinlich der Erfolg aus Sicht des Marktes ist. Eine Quote von 2,10 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von rund 47,6 %; addiert man die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller drei Ergebnisse eines 1X2-Marktes, kommt man auf mehr als 100 %. Diese Differenz ist die Marge – das, was der Buchmacher langfristig behält. Wer die Marge ignoriert, übersieht den eingebauten Nachteil jeder Wette.
Kombiwetten, Systemwetten, Cash Out
Kombiwetten multiplizieren die Quoten der Auswahlen, dafür muss jede Auswahl treffen. Systemwetten erlauben es, auch bei einem falschen Tipp einen Teil des Gewinns zu sichern, je nach Variante und Anzahl der Fehltreffer. Cash Out ist kein Standardrecht; Cash Out zahlt der Anbieter nur, wenn er das Angebot auf dem Wettschein anzeigt. Cash Out ist eine Funktion des Anbieters, nicht des Marktes. Über den Wert eines Cash Out entscheidet allein der Anbieter, die Quote ist intern und nicht beobachtbar.
Sportarten und Wettbewerbe: was das Wettprogramm deutscher Anbieter trägt
Die Regionalliga ist im erlaubten Programm Lücke, nicht Auswahl. Was daneben auf dem Wettprogramm steht, ergibt das Bild, in das ein Spieler in Deutschland ausweichen kann.
Die Regionalliga als Struktur
Die Fußball-Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball. Sie gliedert sich in fünf eingleisige Staffeln: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Pro Staffel spielen 18 bis 20 Mannschaften. Die erste Saison lief 1963; ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09. Die Hauptverantwortlichkeit liegt seit der Saison 2012/13 nicht mehr beim DFB, sondern bei fünf Ligaverbänden.
Aufstieg in die 3. Liga
Aus der Regionalliga steigen seit 2019 die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf. Die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus. Das macht die Saisonökonomik der Regionalliga zum Aufstiegskampf – sportlich interessant, rechtlich im Wettprogramm nicht abgebildet.
Was erlaubte Anbieter stattdessen listen
Erlaubte Anbieter listen die 3. Liga, 2. Bundesliga, Bundesliga, Premier League, LaLiga, Serie A, Ligue 1 und weitere europäische Ligen. Hinzu kommen Champions League, Europa League, Conference League, DFB-Pokal und internationale Pokale. Dazu kommen Turniere im Tennis, Grand Slams, ATP und WTA, dazu die NBA und NFL, dazu Eishockey, Handball, Darts und Snooker, dazu Pferderennen bei spezialisierten Anbietern. Das ist breit, es deckt aber bewusst nicht die Regionalliga ab.
Live-Wetten: was erlaubt ist und was nicht
Live-Wetten sind während eines laufenden Spiels erlaubt, aber eingeschränkt. In Fußball darf nur auf das nächste Tor gewettet werden, nicht auf den nächsten Einwurf, nicht auf die nächste Ecke. In Tennis nur auf den nächsten Satz, nicht auf den nächsten Punkt. In Basketball nicht auf den nächsten Korb. Diese Einschränkungen stehen in § 21 Abs. 4 GlüStV und gelten für jeden erlaubten Anbieter gleich.
Esports und virtuelle Sportarten
Die GGL erkennt Esports nicht als Sport an; Wetten auf Esports sind in Deutschland bei erlaubten Anbietern nicht möglich. Auch virtuelle Sportwetten sind im Glücksspielstaatsvertrag nicht abgebildet – ob und wie Anbieter sie listen, ist eine andere Frage, die jeder Anbieter für sich beantwortet. Verlassen sollte sich ein Spieler darauf nicht.
Spezialisierte Anbieter für Pferderennen
Pferdewetten laufen über eine eigene Erlaubnis nach dem Rennwett- und Lotteriengesetz. Anbieter wie Wettstar zeigen Livestreams von Pferderennen aus Deutschland und der ganzen Welt; sie sind im Wettprogramm spezialisiert und nicht mit dem Fußball-Wettprogramm der Allgemeinanbieter zu vergleichen. Für Spieler, die Fußball und Pferderennen nebeneinander nutzen, bleibt der Wechsel zwischen zwei Konten.
Anbieter im Vergleich: wer in Deutschland erlaubt Sportwetten anbietet
Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter, die am 2. Oktober 2026 auf der Whitelist der GGL stehen, mit dem Inhaber der Erlaubnis und dem Datum der ersten Sportwetten-Erlaubnis. Die Spalte zur Folgeerlaubnis benennt das letzte Verlängerungsdatum, soweit die Whitelist eines ausweist. Eine Whitelist-Eintragung zeigt, dass der Anbieter eine Erlaubnis hat; sie zeigt nicht, wie gut die Quoten sind, wie breit das Programm ist oder wie schnell ausgezahlt wird.
Anbieter-Übersicht nach GGL-Whitelist
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betano | Betano – Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022) |
| Sportwetten | Sportwetten – NetX Betting Limited | 19.11.2020 (Folgeerlaubnis 16.12.2022) |
| Sportingbet | Sportingbet – Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
| Betway | Betway – Betway Limited | 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| 888sport | 888sport – 888 Germany Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| VBet | VBet – SCGO Limited | 05.12.2023 |
| MERKUR BETS | MERKUR BETS – Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| AdmiralBet | AdmiralBet – Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnisse 13.12.2022, 29.07.2024) |
| bet365 | bet365 – Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| bpremium | bpremium – Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
Alle genannten Inhaber sind im Ausland ansässig, die meisten in Malta, einer in Gibraltar; das ist möglich, weil die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV an den Veranstalter geht, nicht an einen bestimmten Sitz innerhalb Deutschlands. Die Whitelist führt keine Endtermine; eine Ersterlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre, Verlängerungen werden als Folgeerlaubnis eingetragen, ohne dass die Whitelist ein neues Enddatum zeigt. Wer einen Anbieter prüft, prüft die Whitelist selbst, nicht eine dritte Liste.
Was die Tabelle zeigt und was sie nicht zeigt
Die Tabelle zeigt Erlaubnis, Inhaber und Ersterlaubnis-Datum. Sie zeigt nicht das Wettprogramm im Detail, nicht die Quote, nicht die Marge, nicht die Auszahlungsgeschwindigkeit, nicht den Bonus oder die Bedingungen. Wer nach Tiefe sucht, muss jeden Anbieter einzeln prüfen. Die Tabelle ist ein Filter, kein Vergleich.
Überblick: Warum die Regionalliga im erlaubten Programm fehlt
Die Regionalliga ist im erlaubten Programm eine Lücke, kein Angebot. Wer das ernst nimmt, fragt anders: nicht „Wo bekomme ich eine Quote für die Regionalliga?“, sondern „Welche andere Liga bietet das, was ich an der Regionalliga suche – Aufstiegskampf, lokale Vereine, tieferer Fußball?“. Der Blick wechselt von der vierten Liga zu Liga, in der das Wettprogramm beginnt.
Was die Regionalliga zum Amateurfußball macht
Amateurfußball ist im Glücksspielstaatsvertrag der Begriff, der alles unterhalb einer Schwelle markiert, ab der Profi- oder Profiliga-Status angenommen wird. Die GGL hat diese Schwelle für Fußball auf die 3. Liga gesetzt. Regionalliga, Oberliga, Verbandsliga, Landesliga, Bezirksliga und Kreisklasse fallen darunter. Wer dort spielt, tut es überwiegend ohne Profivertrag, oft nebenberuflich; das Profil, das der Glücksspielstaatsvertrag mit „überwiegend Amateuren“ meint, ist das einer Liga ohne professionelle Struktur.
Was das im Wettprogramm bedeutet
Wettrechtlich darf ein erlaubter Anbieter nur Wetten auf Veranstaltungen anbieten, an denen überwiegend Erwachsene und keine Amateure teilnehmen. Auf eine Regionalliga-Partie bezogen heißt das: kein Wettprogramm. Wer ein Fußballspiel der Regionalliga auf einem Wettschein eines erlaubten Anbieters sieht, sieht einen Fehler im System; er wird es selten sehen, weil die Datenanbieter, die Anbieter mit Quoten versorgen, für diese Ligen keine Quoten liefern.
Welche Ligen das Wettprogramm tragen
- Liga ist der Einstieg im deutschen Fußball, dann 2. Bundesliga, dann Bundesliga. Auf europäischer Ebene beginnt das Programm bei großen Ligen wie Premier League, LaLiga, Serie A, Ligue 1. Dazu kommen Pokalwettbewerbe, Champions League und ihre Schwestern. Wer ein Aufstiegs-Szenario sucht, das dem der Regionalliga ähnelt, findet es am ehesten in der 3. Liga, wo drei Aufsteiger aus der Regionalliga ankommen und der Abstieg in dieselbe Liga führt.
Was das für einen Spieler mit Regionalliga-Interesse bedeutet
Wer sich für die Regionalliga interessiert, aber legal wetten will, hat drei Wege. Erstens: das Programm ab der 3. Liga nutzen. Zweitens: die zweite Bundesliga und Bundesliga spielen, wo Quoten dichter sind. Drittens: auf andere Ligen ausweichen, deren sportliches Profil Aufstiegskampf ist – dritte Ligen in England, Spanien, Italien, Frankreich, soweit das jeweilige Wettprogramm sie trägt. Wer sich für Lokalderbys und Regionalliga-Vereine interessiert, dem bleibt der Weg in die 3. Liga, sobald der eigene Verein aufgestiegen ist.
Rechtliche Lage: Erlaubnis, Whitelist und was eine fehlende Erlaubnis bedeutet
Die rechtliche Lage für Sportwetten in Deutschland ruht auf dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), in Kraft seit 1. Juli 2021. Erlaubnisbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV) und beaufsichtigt die Inhaber (§ 28a). Die Wettsteuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.
Die Whitelist als einziger Test
Wer wissen will, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat, schaut auf die Whitelist der GGL (§ 9 Abs. 8). Die Whitelist ist die einzige Quelle, die verbindlich Auskunft gibt. Sie hatte am 2. Oktober 2026 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewett-Erlaubnis) und drei Inhaber nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain; eine .de-Domain allein ist noch kein Beleg, sie steht nur auf der Whitelist, wenn die Erlaubnis erteilt ist.
Was eine fehlende Erlaubnis bedeutet
Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, die deutsche Spieler annehmen, betreiben unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta ist in Deutschland ohne Belang. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Die Folgen für den Spieler: keine Anbindung an OASIS, keine Anbindung an LUGAS, kein deutsches Beschwerdeverfahren, keine deutsche Aufsicht, höhere Limits möglich – aber kein Schutz beim Streitfall und kein Zugriff auf das deutsche Sperrsystem.
Strafrechtliche Lage
Die Organisation unerlaubten Glücksspiels ist nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht, das Werben dafür nach § 284 StGB mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel ist nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bedroht. Strafverfolgungen gegen einzelne Spieler sind nicht etabliert; weder ein Freifahrtschein noch eine konkrete Bedrohung lassen sich aus dem Gesetz ableiten.
Zivilrechtliche Lage
Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) es grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verpflichtet werden, mit Ausnahme von Zusicherungen der Behörden, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Eine Rückzahlung ist damit nicht garantiert; die Tendenz der Rechtsprechung geht aber in Richtung Spielerschutz.
Werbung und Bonus
Werbung für Glücksspiel ist in Deutschland nur Erlaubnisinhabern erlaubt (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot von 06:00 bis 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Automaten, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten. Bei Sportwetten gelten andere Regeln: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der Glücksspielstaatsvertrag regelt Bonushöhe, Umsatz und Mindestquote nicht; diese Werte kommen aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Wettsteuer
Die Wettsteuer richtet sich nach §§ 16–25 RennwLottG und beträgt 5,3 % auf den Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), das sind rund 5,03 % des eingesetzten Betrags (5,3 / 105,3). Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie ein Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, entscheidet der Anbieter; eine Weitergabe ist nicht verpflichtend, eine Selbstbehauptung „0 % Wettsteuer“ muss aus den Anbieterbedingungen kommen, nicht aus dem Gesetz. Die Wettsteuer gilt auch für nicht erlaubte Anbieter; eine bezahlte Steuer ist kein Beleg für eine Erlaubnis.
Gewinne aus privatem Glücksspiel
Ob und wie Gewinne aus Sportwetten versteuert werden, ist auf primärer Ebene nicht abschließend geklärt. Wer hier sichergehen will, fragt einen Steuerberater.
Anbieter im Detail: was die zehn Erlaubnisinhaber tragen
Die folgenden Anbieter stehen auf der GGL-Whitelist (Stand 2. Oktober 2026) und sind nach Datum der Ersterlaubnis sortiert. Die Liste ist kein Ranking und keine Empfehlung; sie zeigt, was jeder Anbieter anbietet, soweit die Quellen es belegen, und wo er sich vom Nachbarn unterscheidet.
Betano
Betano wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die App-Beschreibung nennt Bet Builder, Cash Out und Live-Streams unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die Erlaubnis auf der GGL-Whitelist besteht seit 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022). Wer ein Programm mit internationaler Breite sucht, das Livestreams und Konfigurator abdeckt, ist hier richtig; wer die Regionalliga sucht, wird sie auch hier nicht finden.
Sportwetten
Hinter Sportwetten steht die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta. Die Erlaubnis besteht seit 19.11.2020 (Folgeerlaubnis 16.12.2022). Die Whitelist-Eintragung zeigt, dass der Anbieter die deutsche Erlaubnis hat; was das Wettprogramm im Detail trägt, ist aus der Whitelist nicht abzulesen. Für Spieler mit Frage zum konkreten Angebot bleibt der Blick ins Programm des Anbieters selbst.
Sportingbet
Sportingbet bietet im Wettangebot einen Konfigurator+ und Live-Wetten an. Zu den Sportarten zählen Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Erlaubnis besteht seit 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022). Die Mischung aus klassischen Sportarten und Randsportarten macht Sportingbet für Spieler interessant, die über Fußball hinaus wetten.
Betway
Betway zeigt Cash Out im Konto unter „Meine Wetten“; das grüne Symbol markiert den Wettschein, der ausgezahlte Betrag kann ganz oder teilweise entnommen werden. Betway bietet einen Wettkonfigurator für Fußballspiele; der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Die Erlaubnis besteht seit 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022). Wer Cash Out als festen Bestandteil des Wettablaufs sucht, findet ihn hier sichtbar im Konto.
888sport
Hinter 888sport steht die 888 Germany Limited; die Muttergesellschaft 888 Holdings PLC sitzt in Gibraltar und ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Erlaubnis besteht seit 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022). Die börsennotierte Mutter ist ein Indikator für Unternehmensgröße; über das Wettprogramm sagt sie nichts. Für Spieler, die auf Bestand und Konzernstruktur Wert legen, ist das ein Plus.
VBet
Hinter VBet steht die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta; die GGL-Erlaubnis besteht seit 05.12.2023. VBet ist der jüngste Anbieter in dieser Liste und gehört damit zu den neueren Erlaubnisinhabern. Welche Handball-Märkte VBet zeigt, ist aus den Quellen nicht belegt; Spieler mit Fokus auf Handball prüfen das Programm vor der Anmeldung.
MERKUR BETS
Merkur Bets wird von der Merkur Bets Malta Limited betrieben; Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Erlaubnis besteht seit 06.11.2023. Die MERKUR-BETS-App ist kostenlos für Android und iOS verfügbar und nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“; dieselbe App enthält auch MERKUR SLOTS. Wer ein breites Wettprogramm in einer einzigen App sucht und die Verzahnung mit Slots schätzt, ist hier richtig; wer Slots und Wetten sauber getrennt halten will, achtet auf die zweite Erlaubnis (Slot-Erlaubnis), die für Spielautomaten zusätzlich nötig ist.
AdmiralBet
Hinter AdmiralBet steht die Greentube Betting Malta Limited; die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit 09.10.2020, mit Folgeerlaubnissen am 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine eigene Erlaubnis seit 28.09.2022. Die Whitelist-Eintragung trennt die Erlaubnisse sauber: wer bei AdmiralBet Lotto und Slots spielen will, nutzt die Slot-Erlaubnis; wer Sportwetten will, die Sportwetten-Erlaubnis. Mehrere Erlaubnisse mit unterschiedlichem Datum sind normal und kein Misstrauensgrund.
bet365
Hinter bet365 steht die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Erlaubnis besteht seit 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022). bet365 ist ein Anbieter mit breitem Fußballprogramm; die Regionalliga ist auch hier nicht im Programm. Für Spieler, die ein breites Programm ab der 3. Liga aufwärts suchen, ist bet365 eine Konstante im deutschen Markt.
bpremium
Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Gzira, Malta, eingetragen unter der Registernummer C92799 (Nutzungsbedingungen, Fassung vom 3. April 2023). Die Erlaubnis besteht seit 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022). bpremium ist die deutsche Marke der britischen Ladbrokes-Gruppe; für Spieler, die eine etablierte Marke mit deutscher Erlaubnis suchen, ist das ein Anker.
Was die Liste nicht leistet
Die Liste zeigt, wer eine Erlaubnis hat und seit wann. Sie zeigt nicht, wer die bessere Quote hat, wer schneller auszahlt, wer das breitere Programm hat oder wo der Bonus besser passt. Dafür sind die Anbieterprogramme selbst zu prüfen. Was die Liste leistet: den Filter, mit dem ein Spieler aussortiert, was in Deutschland keine Erlaubnis hat.
Andere erlaubte Anbieter, die im Wettprogramm auffallen
Nicht jeder Anbieter auf der Whitelist passt in eine Fußball-zentrierte Übersicht. Einige sind Spezialisten für andere Bereiche; sie ergänzen das Bild, ohne es zu duplizieren.
Tipico
Tipico ist im deutschen Markt etabliert und im laufenden EuGH-Verfahren um die Rückzahlung von Sportwetten-Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 der Beklagte. Das Verfahren ist zivilrechtlich, nicht erlaubnisrechtlich; Tipico steht auf der GGL-Whitelist. Die App-Beschreibung nennt Tipico Cashout und Live-Wetten auch während eines Fußballspiels. Wer Tipico nutzt, nutzt einen Anbieter mit eigener Rolle in der Rechtsgeschichte der deutschen Sportwetten.
Winamax
Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dazu auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Eine Werbeaussage ist kein Programmversprechen; sie zeigt aber, dass der Anbieter sein Quotenprofil aktiv vermarktet. Winamax bietet Winamax TV mit Live-Streams aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren, allen ATP- und WTA-Turnieren sowie NBA und NFL.
Wettstar
Wettstar zeigt Live-Streams von zahlreichen Pferderennen aus Deutschland und der ganzen Welt. Wer Pferdewetten mit Livestream sucht, ist hier richtig; das Fußballprogramm steht bei Wettstar nicht im Mittelpunkt.
Tipwin
Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes (DBB); die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Wer Basketball mit deutscher Verankerung sucht, hat hier einen programmatischen Anker.
Bonus und Bedingungen: was eine Erlaubnis garantiert und was nicht
Die deutsche Erlaubnis regelt, ob ein Anbieter Sportwetten anbieten darf. Sie regelt nicht, wie der Bonus ausgestaltet ist. Bonushöhe, Umsatzfaktor und Mindestquote kommen aus den Bedingungen des Anbieters. Wer einen Bonus bewertet, liest die Bedingungen, nicht die Werbung.
Was eine Erlaubnis garantiert
Eine deutsche Erlaubnis garantiert: Anbindung an OASIS, Anbindung an LUGAS, Einhaltung des 1.000 € Monatslimits (sofern nicht individuell erhöht), eigene Zahlungskonten, Auszahlung auf deutsches Konto, Treuhandkonto für Spielerguthaben, Verifizierung vor Auszahlung, 18-Jahres-Grenze, Parallel-Spiel-Schutz. Sie garantiert nicht: einen Bonus, eine Mindesthöhe des Bonus, eine Mindestquote, einen Umsatzfaktor, eine Auszahlungsdauer.
Was die Werbung „0 % Wettsteuer“ bedeutet
Ein Anbieter, der „0 % Wettsteuer“ bewirbt, übernimmt die 5,3 % Wettsteuer selbst und gibt sie nicht an den Spieler weiter. Das ist eine Marketingaussage über die Steuerweitergabe, keine Aussage über die Erlaubnis oder das Wettprogramm. Wer Anbieter mit unterschiedlicher Steuerweitergabe vergleicht, vergleicht eine Kennzahl, die das Wettprogramm nicht berührt.
Wie ein Bonus zu lesen ist
Ein 100 %-Bonus bis 100 € auf die erste Einzahlung heißt: einzahlen, 100 € Bonus bekommen, den Bonusbetrag nach den Bedingungen des Anbieters freispielen. Der Umsatzfaktor legt fest, wie oft der Bonus umgesetzt werden muss; eine Mindestquote legt fest, ab welcher Quote eine Wette zählt; eine Frist legt fest, bis wann der Umsatz erfüllt sein muss. Ohne diese drei Zahlen ist ein Bonus eine Ankündigung, kein Versprechen.
Beispielrechnung Bonusumsatz
Bonus 100 €, Umsatzfaktor 5x, Mindestquote 1,50. Erforderlicher Umsatz = 100 € × 5 = 500 €. Wer mit Einsatz 10 € und Quote 1,50 wettet, braucht 50 Wetten, um den Umsatz zu erfüllen. Erwarteter Verlust = 500 € × Marge des Marktes. Bei einer Marge von 5 % sind das rund 25 €, die der Spieler im Schnitt verliert, bevor er den Bonus in auszahlbares Guthaben verwandelt hat. Das ist die Mathematik hinter dem Bonus; sie steht in keiner Werbung.
Warum ein Bonus den Erwartungswert selten erhöht
Ein Bonus gleicht im besten Fall die Marge aus, die der Anbieter über den Markt einnimmt; er schenkt dem Spieler nichts. Wer einen Bonus als Gewinn versteht, hat den Umsatzfaktor übersehen. Wer einen Bonus als Marketing versteht, liest die Bedingungen, bevor er einzahlt.
Wo Spieler Hilfe bekommen
Spielsucht ist eine Krankheit, die behandelt werden kann. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet unter spielsucht-therapie.de und bzga.de Informationen und Beratung; die Telefonberatung ist kostenlos und anonym. OASIS bietet die Möglichkeit, sich selbst zu sperren; die Sperre läuft mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist setzt, sonst mindestens ein Jahr. Wer eine Sperre auslösen will, kann das bei jedem Erlaubnisinhaber tun, der leitet die Sperre in OASIS weiter.
Was bei Verdacht auf Spielsucht zu tun ist
Wer Anzeichen erkennt – steigende Einsätze, Jagd nach Verlusten, Verheimlichen vor Familie – spricht zuerst mit einer Beratungsstelle. Die BZgA verweist auf lokale Suchtberatungsstellen; die Kosten trägt in der Regel die Krankenkasse oder der öffentliche Gesundheitsdienst.
Wie eine Selbstsperre funktioniert
Die Selbstsperre wird bei einem Erlaubnisinhaber ausgelöst, der die Daten an OASIS überträgt. Nach der Übertragung sperrt jeder andere Erlaubnisinhaber das Konto innerhalb von 24 Stunden. Eine Aufhebung der Sperre ist erst nach Ablauf der Mindestfrist möglich; eine Verkürzung der Frist ist gesetzlich ausgeschlossen. Wer die Sperre umgehen will, indem er ein Konto bei einem Anbieter ohne Erlaubnis eröffnet, umgeht das Sperrsystem – und ist dort ohne OASIS-Schutz.
Häufige Fragen
Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?
Wettrechtlich nicht bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Fußball unterhalb der 3. Liga zählt nach der Auslegung der GGL als Amateurbereich; § 21 Abs. 1a GlüStV schließt Wetten auf Veranstaltungen aus, an denen überwiegend Amateure teilnehmen. Wer eine Quote für ein Regionalliga-Spiel sieht, sieht sie bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis. Dieser Anbieter ist nicht an OASIS und LUGAS angebunden, kennt das 1.000 € Monatslimit nicht und bietet keinen deutschen Beschwerdeweg.
Warum zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus für Wetten?
Die GGL legt die Schwelle für Fußball auf die 3. Liga fest; alles darunter gilt als Amateurbereich. Damit fallen Regionalliga, Oberliga, Verbandsliga und alle tieferen Ligen unter das Wettverbot des § 21 Abs. 1a GlüStV. Erlaubte Anbieter dürfen diese Spiele nicht listen, Datenanbieter liefern keine Quoten. Die Folge für den Spieler: wer die Regionalliga sehen will, weicht auf die 3. Liga aus, wo der Aufstiegskampf aus der Regionalliga ankommt und das Wettprogramm beginnt.
Was bedeutet es, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?
Der Anbieter betreibt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel in Deutschland. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta ist im Inland ohne Belang. Die Folgen für den Spieler: keine OASIS-Sperre, keine LUGAS-Limits, kein deutsches Beschwerdeverfahren, keine Aufsicht der GGL. Höhere Einzahlungen sind möglich, höhere Limits ebenso. Im Streitfall bleibt oft nur der Zivilweg; die Tendenz der Rechtsprechung geht zur Rückzahlung verlorener Einsätze, eine Garantie ist das nicht.
Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?
Auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Whitelist ist die einzige Quelle, die verbindlich Auskunft gibt. Wer einen Anbieter prüft, prüft die Domain, nicht den Markennamen; eine Whitelist-Eintragung trägt die Domain, unter der die Erlaubnis gilt. Eine .de-Domain allein ist kein Beleg; nur die Whitelist-Eintragung dieser Domain zählt. Die Whitelist hatte am 2. Oktober 2026 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis.
Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS für Einzahlungslimit und Spielersperre?
Ohne OASIS gibt es keine bundesweite Sperre; wer sich bei einem Anbieter ohne Erlaubnis sperren lässt, ist nur dort gesperrt, nicht bei anderen. Ohne LUGAS gibt es keine zentrale Limitdatei; ein Anbieter kann ohne Rückgriff auf das Monatslimit hohe Einzahlungen annehmen. Ohne die Limitdatei funktioniert auch die Parallel-Spiel-Erkennung nicht; wer die Sperre durch Wechsel des Anbieters umgehen will, hat in einem nicht angebundenen Angebot ein Schlupfloch. Wer sich selbst schützen will, nutzt nur Anbieter mit deutscher Erlaubnis; eine Sperre dort gilt für alle Erlaubnisinhaber.
Wie funktionieren Quoten und Auszahlung bei höheren Ligen, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer?
Eine Quote gibt den Faktor an, mit dem der Einsatz multipliziert wird. Beispiel: Einsatz 10 €, Quote 2,10, Auszahlung 21 €, Reingewinn 11 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Auswahlen zur Gesamtquote. Die Marge des Marktes ist der Anteil, den der Anbieter langfristig behält; sie ergibt sich aus der Auszahlungsquote 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) und ist 100 % minus dieser Quote. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, das sind rund 5,03 % des Einsatzes; sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist Sache des Anbieters.
Fußball – buchmacherin
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