Tour de France Wettanbieter 2026: Wer die Rundfahrt am ernstesten nimmt

Stand: 18.10.2026 · abgeglichen gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Eine leere Landstraße schlängelt sich im Morgenlicht durch einen Gebirgspass, am Straßenrand liegt ein einzelnes Rennrad im Gras.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Die Tour de France 2026 ist gefahren. Tadej Pogačar holte sich in Barcelona seinen fünften Gesamtsieg, Remco Evenepoel und Isaac del Toro komplettierten das Podium, Mads Pedersen trug das grüne Trikot nach Paris, Richard Carapaz das gepunktete. Wer 2026 überhaupt noch auf das Ergebnis setzen will, hat also nicht mehr viele Gelegenheiten. Wer sich für die nächste Auflage interessiert, muss sich ohnehin mit einer anderen Frage beschäftigen: Welcher Anbieter führt die Radsport-Märkte überhaupt – und zwar so, dass er hierzulande legal darauf wettet? Diese Seite geht genau dieser Frage nach. Sie vergleicht zehn Buchmacher, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen, beschreibt ihr Tour-Angebot nach den Unterlagen, die diese Anbieter selbst veröffentlichen, und ordnet ein, was die Radsport-Wette vom Fußball-Wettschein unterscheidet.

Schutz vor Überforderung bei einer dreiwöchigen Rundfahrt

Eine Tour dauert 21 Etappen, drei Wochen, rund 3.500 Kilometer. Wer die ganze Veranstaltung mitnimmt – Gesamtsieg, Etappensieg, Punktewertung, Bergtrikot, Duell-Wetten – setzt nicht einzelne Wetten, sondern baut sich ein Programm über Wochen zusammen. Genau darin liegt die Gefahr, die der Glücksspielstaatsvertrag adressiert.

Ein Rennradlenker mit Bremshebeln im Nahbild, im Hintergrund unscharf eine sommerliche Hügellandschaft.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Die wichtigste Bremse heißt Einzahlungslimit. Wer ein Konto bei einem Whitelist-Anbieter eröffnet, kann pro Kalendermonat maximal 1.000 Euro einzahlen, und zwar über alle Anbieter hinweg addiert. Diese Grenze gilt nach § 6c Abs. 1 GlüStV 2021 und wird technisch über die Limitdatei LUGAS gesetzt – zwei Anbieter sehen denselben Kontostand und können den Euro, den der zweite schon angenommen hat, nicht noch einmal annehmen. Eine Erlaubnis, das Limit für eine bestimmte Person auf bis zu 10.000 Euro anzuheben, ist nur möglich, wenn ein Anbieter die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachvollziehbar belegen kann; eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen Karenzzeit. Für Wettfreunde, die ihre Tour-Wetten über Monate staffeln wollen, ist das die wichtigste Rahmenbedingung – ein Bonus, der zu beliebig hohen Einzahlungen verleitet, hat in diesem Regime schlicht keinen Raum.

Parallel gilt das Aktivitätsdatei: Spielen bei mehreren Anbietern gleichzeitig ist nach § 6h GlüStV unzulässig. Das System prüft bei jeder Anmeldung, ob parallel ein anderes Konto aktiv ist, und unterbindet Doppelspiel. Es geht nicht darum, mehrere Konten zu haben – die meisten Rennställe und Etappenprofile kann man ohnehin bei einem Anbieter abdecken – sondern darum, einen parallelen Adrenalinschub auf zwei Plattformen zu unterbinden.

Wer sich selbst aussperren will, findet in OASIS die Anlaufstelle. OASIS ist die bundesweite Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV, die jeder Anbieter bei Registrierung und Login abfragt. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn man selbst einen Endzeitpunkt nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer mitten in einer Etappe das Gefühl hat, dass das Programm außer Kontrolle gerät, kann den Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV drücken – er blockiert das Konto für 24 Stunden. Danach führt der Weg entweder zurück in den normalen Spielbetrieb oder in eine Selbstsperre über OASIS.

All diese Hebel greifen nur, wenn der Anbieter auf der Whitelist steht. Offshore-Buchmacher – gleich ob mit Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta – sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen, kennen das 1.000-Euro-Limit nicht und müssen niemanden über dessen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit befragen. Das ist der Grund, warum die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder am 17. September 2026 noch einmal ausdrücklich vor illegalen Angeboten wie Platincasino warnte: Es geht nicht um eine Geschmacksfrage, sondern um den Wegfall jedes Schutznetzes.

Wettarten und Quoten: was der Radsport-Wettschein leistet

Eine Radsport-Wette folgt anderen Linien als eine Fußballwette. Beim Fußball steht ein Spiel im Kalender, eine Anstoßzeit, zwei Mannschaften. Beim Rennen steht ein Zeitraum – eine Etappe von acht bis 230 Kilometern, eine Bergetappe mit vier oder fünf kategorisierten Anstiegen, ein Zeitfahren – und die Buchmacher zerlegen ihn in Märkte.

Ein Schlüssel und ein Vorhängeschloss liegen auf einer Holzbank, im Hintergrund eine verschwommene Altstadtgasse.
Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Märkte im Überblick

Gesamtsieg. Wer vorne steht, wenn das Peloton am Sonntag in Paris einfährt, gewinnt die Gesamtwertung. Gewettet wird auf den Fahrer mit der niedrigsten kumulierten Zeit über alle Etappen. Die Quote bildet die Favoritenrolle ab: Bei der 2026er Auflage stand Pogačar vor dem Grand Départ in Barcelona auf einem Kurs, der den zweifachen Toursieger deutlich vor Evenepoel und Vingegaard sah. Wetten auf den Gesamtsieg werden in der Regel bis zum Tag des Grand Départ oder kurz danach angenommen und später abgerechnet – ein späteres Setzen ist auf den Gesamtsieg in der Regel nicht möglich.

Etappensieg. Jede Etappe hat einen eigenen Sieger – und einen eigenen Markt. Die Quote reflektiert die Etappencharakteristik: Auf einer Flachetappe sind die Sprinter favorisiert, auf einer Bergetappe die Klassementfahrer, beim Zeitfahren die Spezialisten. Wer auf eine bestimmte Etappe wetten will, muss den Markt vor dem Start der jeweiligen Etappe spielen – danach wechselt die Wette in den Live-Bereich oder wird geschlossen.

Punktewertung (grünes Trikot). Vergeben an den Fahrer mit den meisten Punkten aus den Zwischensprints und den Etappenankünften. Punkte werden bei jeder Etappe vergeben, was den Markt besonders volatil macht: Wer zur Halbzeit das grüne Trikot trägt, ist nicht zwangsläufig der Träger in Paris. Buchmacher bieten diesen Markt als „Gewinner der Punktewertung“ über die gesamte Tour an, teilweise auch als Etappen-Punktesieg.

Bergwertung (gepunktetes Trikot). Punkte gibt es an den kategorisierten Anstiegen einer Etappe, gewichtet nach Steilheit und Länge. Wer die meisten Berge sammelt, gewinnt – typischerweise ein Spezialist für Ausreißer und Hochgebirge, nicht der Gesamtsieger. Auch hier wird über die ganze Tour gewettet.

Nachwuchswertung (weißes Trikot). Seit 1975 wird das weiße Trikot an den besten Fahrer unter 26 Jahren vergeben. Märkte darauf finden sich bei den meisten Buchmachern, allerdings seltener als die übrigen Trikots.

Duell-Wetten. „Pogačar gegen Vingegaard“ – Buchmacher bieten direkte Vergleiche zwischen zwei Fahrern über die Etappe oder die Gesamtwertung an. Die Quote bildet nur das Verhältnis der beiden ab, nicht die Gesamtwahrscheinlichkeit.

Was die Quote dem Wettschein mitgibt

Die Quote ist kein neutraler Preis. Sie enthält eine Marge – den Anteil, den der Buchmacher pro 100 Euro Einsatz einbehält. Die Quote entsteht, indem der Buchmacher die „faire“ Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses schätzt und einen Abschlag vornimmt. Bei einer Zwei-Wege-Wette, die als Beispiel mit zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen à 1,90 quotiert wird, ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95, also 95 Prozent. Die Marge liegt entsprechend bei 5 Prozent. Bei einem Drei-Wege-Markt – etwa einem Etappensieg mit mehreren Favoriten, einem Sprint oder einem Zeitfahren mit Tagesform – fällt die Marge höher aus, typischerweise zwischen 6 und 8 Prozent. Bei Spezialmärkten wie der Bergwertung, bei denen Buchmacher weniger Vergleichsdaten haben, kann die Marge nochmals höher liegen.

Das ist der eine Wert, den ein Vergleich zwischen Anbietern liefern kann: Wie viel Marge nimmt der Buchmacher pro Markt? Wer mehrere Anbieter nebeneinander legt, sieht auf identischen Märkten identische Favoritenrollen – und unterschiedliche Quoten auf identische Außenseiter. Die Differenz ist die Marge, die der Anbieter einbehält, und sie schmälert den Erwartungswert jeder einzelnen Wette.

Livewetten während einer laufenden Etappe

Live-Wetten folgen bei lizenzierten deutschen Anbietern einer eigenen Regel: Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind Live-Wetten während eines laufenden Sportereignisses nur auf das Endergebnis und auf „das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente“ zulässig – und auch das nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten genug sind, um nicht zur Manipulation einzuladen. „Nächster Satz“ beim Tennis ist erlaubt, „nächster Punkt“ beim Tennis ist es nicht. „Nächstes Tor“ beim Fußball ja; „nächster Korb“ beim Basketball nein.

Was bedeutet das für eine laufende Etappe? Live-Wetten auf den Etappensieger sind nicht zulässig – sie sind nicht „das Endergebnis“ und keine vergleichbare Komponente im Sinne der Norm. Was bleibt, ist die Wette auf die Gesamtwertung, die parallel zum Renngeschehen weiterläuft, sowie die Wette auf das nächste Ereignis im Peloton, etwa den nächsten kategorisierten Anstieg. Live-Märkte während einer Etappe sind daher bei den Whitelist-Anbietern grundsätzlich schmaler als im Fußball – und das ist kein Versäumnis der Anbieter, sondern die direkte Folge der regulatorischen Linie.

Wie Radsportwetten in Deutschland funktionieren: Veranstalter, Lizenz, Markt

Die Lizenz: GGL-Whitelist und § 9 GlüStV

Wer in Deutschland legal Sportwetten – und damit auch Tour-de-France-Wetten – anbieten will, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Erlaubnis wird nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV erteilt und gilt für eine bestimmte Internetdomain. Eine zweite Domain, ein zweites Angebot desselben Veranstalters benötigt eine eigene Erlaubnis – die Whitelist führt Domains, nicht Konzernstrukturen.

Die Whitelist selbst ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV die einzige amtliche Auskunft über erlaubte Anbieter. Sie wird auf der Website der GGL veröffentlicht und trägt das Datum der letzten Pflege – aktuell der 2. Oktober 2026. Wer sich nicht auf der Liste findet, ist nicht erlaubt, gleich ob die Domain im Impressum eine deutsche Adresse nennt, gleich ob das Unternehmen einen deutschen Firmensitz hat und gleich ob das Angebot auf Deutsch übersetzt ist. Eine Malta-Lizenz, eine Curaçao-Lizenz, eine Anjouan-Lizenz haben in Deutschland keine Anerkennung.

Wer eine Wette platzieren will, sollte die Domain, die er vor sich hat, in der Whitelist nachschlagen. Die Liste führt die Internetdomain, den Veranstalter und das Datum der Erlaubnis. Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV); auf der Whitelist ist nur das Ausstellungsdatum zu finden, kein Enddatum. Folgeerlaubnisse nach Ablauf der Erstlaufzeit sind möglich; einige der hier aufgeführten Anbieter haben bereits eine Folgeerlaubnis erhalten, die jüngste Ersterlaubnis datiert auf den 22. April 2026 für einen Anbieter, der damit relativ spät in den Markt eingetreten ist.

Sportwettprogramm und Verfügbarkeit

Nach § 21 Abs. 5 GlüStV dürfen nur Wettarten angeboten werden, die die GGL genehmigt hat – das Sportwettprogramm. Was dort steht, ist die zulässige Fläche. Eine Wette auf „nächste Bergwertung“ ist erlaubt, eine Wette auf „virtuelle Rennen“ derzeit nicht: Virtuelle Sportwetten sind nicht etabliert, dazu schweigt die Seite. Auch E-Sport-Wetten sind nach GGL-Praxis in Deutschland nicht zulässig, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist.

Bei der Tour de France gehören Gesamtsieg, Etappensieg, Punktewertung, Bergwertung, Nachwuchswertung und Duell-Wetten zum Standardprogramm der lizenzierten Anbieter. Manche Anbieter ergänzen das Programm um Etappen-Top-3, um die Frage „Schafft es Fahrer X in die Top 10?“ oder um Spezialmärkte auf Zwischensprints.

Mindestalter, Verifizierung und Konto

Teilnehmen darf nur, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter nach § 6a GlüStV maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 Euro zulassen; Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich. Wer ernsthaft wetten will, kommt an der vollständigen Verifizierung nicht vorbei – KYC mit Ausweis, Adressnachweis und Zahlungsnachweis ist Pflicht, ein anonymes Konto ist technisch ausgeschlossen.

Anonyme Zahlungsmittel sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nicht zugelassen. Wer einzahlt, muss ein Konto verwenden, das auf den eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut läuft. Kryptowährungen sind damit faktisch außen vor, anonyme Prepaid-Lösungen ebenso. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert – ob Klarna, ob PayPal, ob Banküberweisung – ist eine Entscheidung des Anbieters und steht in dessen AGB.

Das Profil der Tour: Grand Départ, Wertungen, Rekordsieger

Veranstalter und Format

Die Tour de France wird seit 1992 von der Amaury Sport Organisation (ASO) ausgerichtet. Gegründet wurde sie 1903 von der französischen Sportzeitung L’Auto; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern und einer Strecke von 2.428 Kilometern. Die Streckenlänge variiert historisch zwischen 2.428 Kilometern (1903) und 5.745 Kilometern (1926), heute pendelt sie seit den Nachwirkungen des Dopingskandals von 1998 bei rund 3.500 Kilometern.

Die Mannschaften bestehen seit 2018 aus acht Fahrern, davor aus neun. Die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet; zwei weitere UCI ProTeams dürfen eingeladen werden. Damit starten üblicherweise 22 oder 23 Teams, was ein Starterfeld von 176 bis 184 Fahrern ergibt.

Wertungen und Trikots

Die Tour kennt vier zentrale Wertungen. Das gelbe Trikot steht für die Gesamtwertung, die auf den addierten Zeiten der Fahrer basiert; das grüne Trikot für die Punktewertung, gespeist aus Zwischensprints und Etappenankünften; das gepunktete Trikot für die Bergwertung, gespeist aus den kategorisierten Anstiegen; das weiße Trikot für die Nachwuchswertung der besten Fahrer unter 26 Jahren. Die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag; die Gesamtwertung steht fest, sobald das Peloton die Champs-Élysées erreicht.

2026 in Zahlen

Die Tour de France 2026 begann am 4. Juli 2026 in Barcelona und endete am 26. Juli 2026 in Paris. Sie umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 Kilometer. Tadej Pogačar gewann die Gesamtwertung vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro. Mads Pedersen sicherte sich das grüne Trikot, Richard Carapaz das gepunktete Trikot. Pogačars fünfter Gesamtsieg reiht ihn ein in eine Reihe mit Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain, die ebenfalls jeweils fünfmal gewannen.

Was das für den Wettmarkt bedeutet

Wer vor einer neuen Auflage auf den Gesamtsieg wetten will, hat ein klar definiertes Feld: Die WorldTeams stehen fest, die Grand Départ-Stadt steht fest, die Mannschaftsaufgebote werden rund zehn Tage vor dem Start vorgestellt. Buchmacher quotieren den Gesamtsieg ab dem Moment, in dem die Strecke veröffentlicht wird – in der Regel einige Monate vor dem Start. Etappensiege werden ab dem Vorabend der jeweiligen Etappe quotiert und mit Beginn der Etappe für die Live-Wette geschlossen.

Wer auf Trikots wettet, muss die Volatilität einkalkulieren. Die Punktewertung wird nach jedem Zwischensprint neu sortiert, die Bergwertung nach jeder kategorisierten Bergwertung. Die Quoten auf diese Märkte verändern sich über die drei Wochen, und das Angebot dazu ist nicht bei allen Buchmachern identisch. Wer auf das weiße Trikot wettet, sollte prüfen, ob der Anbieter diesen Markt überhaupt anbietet – er ist seltener als die übrigen Trikots.

Lizenzierte Anbieter im Vergleich

Die folgende Tabelle führt zehn Anbieter, die auf der GGL-Whitelist mit Stand 2. Oktober 2026 eine Sportwetten-Erlaubnis führen. Reihenfolge und Auswahl folgen der Whitelist; es handelt sich nicht um eine Rangordnung, sondern um einen Querschnitt lizenzierter Anbieter. Die Spalte „Erlaubnis seit“ zeigt das Datum der ersten Erlaubnis, wie es die Whitelist führt; bei Folgeerlaubnissen ist in den Anbietertexten darauf hingewiesen.

Anbieter GGL-Whitelist-Status Erlaubnis seit
ODDSET Erlaubter Anbieter (Oddset Sportwetten GmbH) 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
Tiptorro Erlaubter Anbieter (Torro Tec Limited) 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022
Winamax Erlaubter Anbieter (WINAMAX S.A.) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022
VBet Erlaubter Anbieter (SCGO Limited) 05.12.2023
Sportingbet Erlaubter Anbieter (Sportingbet (Deutschland) Limited) 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
Betano Erlaubter Anbieter (Betkick Sportsbetting Limited) 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022
NEO.bet Erlaubter Anbieter (Greenvest Betting Limited) 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
Betway Erlaubter Anbieter (Betway Limited) 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022
Bet3000 Erlaubter Anbieter (I.B.C. Sportsbetting Limited) 22.04.2026
Interwetten Erlaubter Anbieter (Interwetten Gaming Limited) 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022

Die Tabelle zeigt die Domain, den Veranstalter und das Datum der Ersterlaubnis. Was sie nicht zeigt: das konkrete Tour-Angebot, das die einzelnen Anbieter in ihrem Wettprogramm führen. Das ist Sache der einzelnen Profile.

ODDSET

ODDSET ist die deutsche Sportwetten-Marke der Oddset Sportwetten GmbH. Die Erlaubnis der GGL datiert auf den 18. November 2020; eine Folgeerlaubnis wurde am 15. Dezember 2022 erteilt. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat der Gesellschaft die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt; zuständige Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle an der Saale. ODDSET gehört zum staatlichen Lotto-Verbund und führt im Programm neben Fußball auch Radsport – die Tour de France gehört zum Standardangebot, sowohl Gesamtsieg als auch Etappensieg und die Trikots. Wer einen Anbieter mit deutscher Konzernstruktur sucht und das 1.000-Euro-Limit nicht durch Bonus-Versprechen aufweichen will, ist hier richtig aufgehoben.

Tiptorro

Tiptorro ist die deutsche Variante von Tipico. Veranstalterin ist die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta; die GGL-Erlaubnis datiert auf den 30. Juni 2021, eine Folgeerlaubnis auf den 27. Dezember 2022. Das Programm deckt Radsport umfassend ab: Gesamtsieg, Etappensieg, Punktewertung, Bergwertung, dazu Head-to-Head-Duelle und Etappen-Top-3. Wer den Bundesliga-Wettschein kennt, wird das Tour-Programm wiedererkennen – Tiptorro baut seine Radsport-Märkte nach dem gleichen Raster auf wie das Fußball-Angebot.

Winamax

Winamax ist die deutsche Variante des französischen Wettanbieters, Veranstalterin ist die WINAMAX S.A. Die Erlaubnis datiert auf den 29. Juni 2021, die Folgeerlaubnis auf den 8. Dezember 2022. Im Footer der Website wirbt Winamax mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus den Sportarten Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025, in der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Für eine Radsport-Wette bedeutet das: keine Wettsteuer auf den Einsatz, was bei einer Quote von 2,50 und 100 Euro Einsatz einen zusätzlichen Euro ausmacht – nicht die Welt, aber im Mehrfachvergleich mehrerer Anbieter auf identischen Märkten ein Faktor. Radsport ist im Programm enthalten, der Fokus der Marketing-Aussage liegt allerdings auf den drei genannten Sportarten.

VBet

VBet wird in Deutschland von der SCGO Limited mit Sitz in Malta veranstaltet. Die GGL-Erlaubnis datiert auf den 5. Dezember 2023 – relativ jung, ohne dass es eine Folgeerlaubnis brauchte. Das Programm ist breit und umfasst unter anderem einen Bet Builder sowie Live-Wetten. Radsport ist im Standardangebot, das Tour-Programm folgt dem üblichen Raster aus Gesamtsieg, Etappen und Trikots. Wer einen Anbieter mit ausgewiesenem Live-Schwerpunkt sucht und mit einer etwas jüngeren Erlaubnis leben kann, ist hier richtig.

Sportingbet

Sportingbet wird in Deutschland von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben. Die Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 21. Dezember 2022. Das Programm führt einen „Konfigurator+“ – eine Wettbaukasten-Funktion, mit der sich mehrere Auswahlen aus unterschiedlichen Partien kombinieren lassen – und Live-Wetten. Die Radsport-Märkte decken das Standardraster ab. Für Wettfreunde, die gerne Kombinationen aus unterschiedlichen Etappen zusammenstellen, bietet der Konfigurator+ einen Mehrwert.

Betano

Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben. Die Erlaubnis datiert auf den 19. Februar 2021, eine Folgeerlaubnis auf den 16. Dezember 2022. Die App nennt in ihrer Beschreibung Bet Builder (mehrere Märkte einer Partie kombinieren), Cash Out und Live-Streaming – unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Für die Tour de France bedeutet das: Cash Out als Standardfunktion, eine breite Auswahl an Etappenmärkten und Live-Streaming nur, wo es die Rechte erlauben – Tour-de-France-Streaming ist bei den meisten Anbietern nicht im Standardprogramm, das gilt auch für Betano.

NEO.bet

NEO.bet wird in Deutschland von der Greenvest Betting Limited betrieben. Die Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 22. Dezember 2022. Das Programm ist auf das Wesentliche konzentriert: die großen Fußball-Ligen, Radsport, Tennis, dazu Live-Wetten und Cash Out. Die Tour de France ist im Programm enthalten. NEO.bet spricht Wettfreunde an, die ein schmales, klar strukturiertes Wettangebot suchen, ohne Marketing-Schnörkel.

Betway

Betway wird in Deutschland von der Betway Limited betrieben. Die Erlaubnis datiert auf den 9. März 2021, eine Folgeerlaubnis auf den 23. Dezember 2022. Beim Cash Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Dazu bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele sowie den Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Radsport-Märkte decken das Standardraster ab. Für Wettfreunde, die Cash Out schätzen und sich nicht durch ein überladenes Wettprogramm klicken wollen, ist Betway eine solide Wahl.

Bet3000

Bet3000 ist die jüngste Erlaubnis in dieser Liste: Die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Malta erhielt die GGL-Erlaubnis am 22. April 2026. Bet3000 baut auf das Programm des stationären Wettbüro-Geschäfts auf: hohe Quoten auf Favoriten, schmales Programm auf Randsportarten. Für die Tour de France heißt das: die Hauptmärkte sind da, das Programm ist möglicherweise schmaler als bei den Wettanbietern, die ihre Wetten online-first entwickelt haben. Wer einen Anbieter mit einfacher Struktur und günstigen Favoriten-Quoten sucht, sollte Bet3000 in den Vergleich einbeziehen.

Interwetten

Interwetten wird in Deutschland von der Interwetten Gaming Limited betrieben. Die Erlaubnis datiert auf den 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 27. Dezember 2022. Das Programm deckt Radsport mit dem Standardraster ab. Interwetten spricht Wettfreunde an, die einen Anbieter mit langer Marktpräsenz und ohne üppiges Bonus-Programm suchen – das 1.000-Euro-Limit gilt hier genauso wie bei allen anderen.

Was bei einer Gesamtsieg-Wette herauskommt: Rechenbeispiel

Eine Wette auf den Gesamtsieger der Tour de France ist eine Einzelwette vor dem Start. Angenommen, eine Wettfreundin setzt 50 Euro auf den Gesamtsieg eines Fahrers zur Quote 3,50. Dann ergibt sich:

Die Quote 3,50 enthält eine Marge – den Anteil, den der Buchmacher pro 100 Euro einbehält. Auf dem Hauptmarkt Gesamtsieg liegt die Auszahlungsquote typischerweise bei 93 bis 96 Prozent; eine Marge von 4 bis 7 Prozent. Das heißt: Wer die Quoten aller Anbieter vergleicht, vergleicht tatsächlich die Margen, denn die Favoritenrolle ist überall dieselbe – und der Anbieter, der auf einem Außenseiter 5,10 statt 4,80 quotiert, gibt 6 Prozent vom Erwartungswert zurück.

Auf der Etappensieg-Wette liegt die Marge in der Regel höher als auf dem Gesamtsieg. Bei einem Etappensieg-Markt mit zehn oder mehr relevanten Fahrern landet die Auszahlungsquote oft bei 85 bis 90 Prozent. Die Logik: Der Buchmacher muss mehr Ausgänge quotieren, also mehr Unsicherheit abdecken, also mehr Marge einplanen. Bei Spezialmärkten wie „Schafft es Fahrer X in die Top 10?“ kann die Marge nochmals höher liegen.

Auf Kombiwetten, also Wetten, die mehrere Etappensiege oder mehrere Märkte kombinieren, wird die Marge mit jedem Bein multipliziert. Eine Kombiwette mit drei Beinen zu Quoten von jeweils 2,00 × 2,00 × 2,00 ergibt eine Kombiquote von 8,00 – aber die Marge ist nicht mehr 5 Prozent, sondern 1 — (0,95)³ ≈ 14 Prozent. Das ist der Punkt, an dem das Marketing-Versprechen „große Gewinne mit kleinen Einsätzen“ auf das eigentliche Hindernis stößt: Je mehr Beine, desto mehr Marge, desto größer der Anteil, den der Buchmacher von jedem Euro einbehält.

Wer auf die Tour wettet: drei Profile, drei Anbieter

Die zehn Anbieter dieser Liste erfüllen unterschiedliche Profile. Wer auf der Tour de France wetten will, sollte vor der Wahl klären, was ihm wichtig ist.

Wer Radsport als Nebensache neben Fußball und Tennis spielt: Für dieses Profil ist das Tour-Programm nicht der Hauptmarkt, sondern ein Saison-Highlight unter vielen. Ein Anbieter mit breitem Fußball-Programm, gutem Cash Out und stabiler Live-Wette reicht – die Tour-Märkte werden bespielt, wenn sie stattfinden, und der Rest des Jahres läuft das Konto auf andere Sportarten. Betano, Tiptorro und Sportingbet passen in dieses Profil, weil sie jeweils ein umfassendes Wettprogramm mit Radsport als einer Disziplin unter vielen führen.

Wer die Tour als Saisonziel nimmt: Wer drei Wochen lang Etappen verfolgt, auf Etappensiege, Trikots und Head-to-Heads wettet, braucht einen Anbieter mit tiefem Radsport-Programm und Live-Wetten-Funktion, die den statischen Markt erweitert. Innerhalb der regulatorischen Grenzen – Live auf Endergebnis und „nächstes Ereignis“ – ist das Programm schmaler als im Fußball, aber ausreichend für ein dreiwöchiges Engagement. VBet, Betway und Winamax sind hier passend, weil sie alle Cash Out und Live-Wetten im Standardprogramm führen, Winamax zusätzlich ohne Wettsteuer.

Wer maximalen Anlegerschutz und keine Bonus-Versprechen sucht: Wer sich an die 1.000-Euro-Grenze halten will und keinen Marketing-Druck auf hohe Einzahlungen braucht, ist bei ODDSET oder Interwetten richtig. Beide Anbieter kommen aus dem Lotto- bzw. dem traditionellen Wettbüro-Umfeld, ihre Programme sind klar strukturiert, und der Schwerpunkt liegt nicht auf Bonus-Aktionen.

Wettsteuer und Rückzahlung

Die Wettsteuer – offiziell Sportwettensteuer – ist in §§ 16 bis 25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“. Auf den Euro umgerechnet, den der Spieler einzahlt, sind das 5,3 / 105,3 ≈ 5,03 Prozent. Die Steuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19 RennwLottG).

Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung. Winamax zum Beispiel wirbt mit „0 % Wettsteuer“ – der Anbieter trägt die Steuer selbst und belastet den Einsatz nicht. Andere Anbieter ziehen die Steuer vom Gewinn ab, wieder andere verrechnen sie mit dem Einsatz. Welche Praxis ein Anbieter fährt, steht in dessen AGB und sollte vor der ersten Wette geprüft werden. Die Faustregel: Wer Anbieter A und Anbieter B mit identischer Quote vergleicht, aber unterschiedlicher Wettsteuer-Praxis, vergleicht effektiv unterschiedliche Quoten.

Wann die Wette zur Wette wird: Ablauf und Zeitplan

Wer auf eine Etappe setzt, muss die Quote vor dem Start der Etappe abrufen. Mit dem Start der Etappe wechselt das Programm in den Live-Modus, und nach § 21 Abs. 4 GlüStV ist nur die Wette auf das Endergebnis sowie auf eine „vergleichbare Komponente“ zulässig – bei einer Etappe heißt das: Wette auf den Gesamtsieg bleibt offen, Wette auf den Etappensieger wird in der Regel geschlossen.

Die Auszahlung erfolgt nach dem offiziellen Ende der Etappe, beim Etappensieg nach Zieleinfahrt, bei der Gesamtwertung nach Schlussetappe in Paris. Wetten auf die Trikots werden mit der Schlussetappe ausgewertet, das grüne und das gepunktete Trikot können sich auf der letzten Etappe noch ändern – die Quote wird auf den Stand bei Zieleinfahrt abgerechnet.

Wer eine Wette aufgibt, dem bleiben nach § 6b Abs. 6-7 GlüStV fünf Werktage, bis die Auszahlung auf dem Bankkonto eingeht. Die Anbieter im Vergleich werben teils mit schnelleren Auszahlungen – „sofort“ per E-Wallet, „am nächsten Werktag“ per Banküberweisung. Innerhalb der fünf-Werktage-Frist bleibt das Geld auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; das ist der Schutz, den die Lizenz mitbringt.

Was diese Seite nicht ist

Diese Seite beschreibt die Anbieter, ihre Lizenz, ihr Programm und ihre regulatorischen Rahmenbedingungen. Sie macht keine Aussagen darüber, wer die nächste Tour de France gewinnt. Eine Prognose hat in einem Wettanbieter-Vergleich nichts zu suchen – die Quoten reflektieren die Einschätzung der Buchmacher, nicht die Wahrheit, und eine Vorhersage, die heute plausibel klingt, ist morgen durch einen Sturz, eine Aufgabe oder eine überraschende Formsteigerung Makulatur.

Die Seite enthält auch keine Empfehlung, sich bei einem bestimmten Anbieter anzumelden oder eine bestimmte Wette zu platzieren. Wer auf die Tour de France wetten will, sollte die Whitelist prüfen, das eigene Sportwetten-Limit im Blick behalten und die AGB des Anbieters lesen, bevor er einzahlt.

Häufig gestellte Fragen

Nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis für ihre .de-Domain geführt werden. Diese Liste wird auf der Website der GGL veröffentlicht, das letzte Pflegedatum ist der 2. Oktober 2026. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Anerkennung.

Welche Wettarten bieten Buchmacher bei der Tour de France an?

Das Standardprogramm umfasst Gesamtsieg, Etappensieg, Punktewertung (grünes Trikot), Bergwertung (gepunktetes Trikot), Nachwuchswertung (weißes Trikot) sowie Head-to-Head-Duelle zwischen zwei Fahrern. Einige Anbieter ergänzen das Programm um Etappen-Top-3, Top-10-Wetten oder Spezialmärkte auf Zwischensprints. Was genau angeboten wird, hängt vom jeweiligen Anbieter ab und sollte vor der Wette im Wettprogramm geprüft werden.

Wann fand die Tour de France 2026 statt, und kann ich noch darauf wetten?

Die Tour de France 2026 lief vom 4. Juli 2026 bis 26. Juli 2026, Start war Barcelona, Ziel Paris. Sie ist ausgetragen und abgerechnet. Wetten auf die Ausgabe 2026 sind bei den meisten Anbietern geschlossen. Wetten auf die nächste Auflage werden ab dem Moment angenommen, in dem die Strecke und die Mannschaftsaufgebote veröffentlicht werden – in der Regel einige Monate vor dem nächsten Grand Départ.

Welche Livewetten sind während einer Etappe erlaubt?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind Live-Wetten während eines laufenden Sportereignisses nur auf das Endergebnis sowie auf „das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente“ zulässig. Bei einer Tour-Etappe heißt das: Wette auf den Gesamtsieg bleibt offen, Wette auf den Etappensieger wird in der Regel geschlossen. Live-Wetten auf den nächsten Zwischensprint oder den nächsten Bergpreis sind nach der Regel nicht vorgesehen, weil sie keine vergleichbaren Komponenten im Sinne der Norm sind.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg-Wette?

Eine Wette auf den Gesamtsieg zur Quote 4,00 mit 50 Euro Einsatz zahlt im Gewinnfall 50 × 4,00 = 200 Euro zurück, davon 50 Euro Einsatz und 150 Euro Nettogewinn. Im Verlustfall sind die 50 Euro verloren. Die Quote enthält eine Marge – bei Gesamtsieg typischerweise 4 bis 7 Prozent. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter pro 100 Euro Einsatz einbehält; sie ist der Grund, warum die Quoten unterschiedlicher Anbieter auf identischen Märkten nicht identisch sind.

Content created by the «buchmacherin» team