Wettanbieter mit deutscher Lizenz im Vergleich
Stand: 18.10.2026 · Geprüft gegen die amtliche Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis ist kein Marketing-Logo und kein Vertrauenssiegel, das ein Anbieter sich selbst ausstellt. Sie wird von einer staatlichen Behörde vergeben, kontrolliert und wieder entzogen. Wer in Deutschland Sportwetten im Internet anbietet, ohne auf der Whitelist zu stehen, macht sich strafbar, und wer dort spielt, hat im Streitfall keine deutsche Anlaufstelle. Der folgende Überblick stellt zehn Anbieter vor, die am 2. Oktober 2026 auf der Whitelist standen, und zeigt auf, was die Erlaubnis dem Spielenden bringt, was sie ihm nimmt und was sie ihn kostet.
Das gilt es vorweg festzuhalten: Eine GGL-Erlaubnis deckt immer nur den Bereich ab, für den sie ausgestellt ist. Eine Sportwetten-Erlaubnis ist keine Casino-Lizenz, keine Poker-Lizenz und keine Lizenz für virtuelle Automatenspiele. Wer bei einem lizenzierten Sportwettenanbieter Slots spielt, spielt sie unter einer anderen Erlaubnis mit anderen Regeln, oder er spielt sie unerlaubt.
Spielerschutz: Was die deutsche Erlaubnis dem Spielenden tatsächlich abnimmt
Altersgrenze, ein Konto, vollständige Verifizierung
Mit einer GGL-Erlaubnis darf nicht spielen, wer das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Die Identität wird vor der ersten Auszahlung vollständig geprüft, mit Ausweisdokument und Adressnachweis. In der Zwischenzeit darf der Anbieter für längstens 72 Stunden Spiel zulassen, mit einer Obergrenze von 100 € Einzahlung und ohne Auszahlung. Wer auf Dauer spielen will, kommt an der Verifizierung nicht vorbei. Pro Anbieter ist nur ein Konto erlaubt; paralleles Spielen über mehrere Konten ist nach § 6h GlüStV untersagt und wird über die Aktivitätsdatei kontrolliert.

Für Spielende heißt das: Der Anonymitätsspielraum, den internationale Anbieter bieten, existiert hier nicht. Das ist der Preis für ein System, das Auszahlungen, Limits und Sperren tatsächlich durchsetzen kann.
Das Einzahlungslimit von 1.000 € und die LUGAS-Datei
Das auffälligste Merkmal des deutschen Modells ist das anbieterübergreifende Einzahlungslimit. Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat, gemessen über alle Anbieter mit GGL-Erlaubnis hinweg, an die der Spielende sein Konto gekoppelt hat. Die technische Grundlage heißt LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf auf individueller Basis ein höheres Limit einräumen, bis 10.000 € oder bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden, aber nur gegen dokumentierten Einkommens- oder Vermögensnachweis. Eine Selbsterklärung reicht nicht.

Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Das ist nicht Schikane, das ist der Versuch, eine bewusste Entscheidung von einem Impuls zu trennen. Offshore-Anbieter sind an dieses System nicht angeschlossen. Wer dort spielt, hat diese Bremse nicht, und auch keine andere.
OASIS, Panikbutton und die Frage nach dem Ausstieg
Die Sperrdatei OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) wird bei jeder Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende selbst eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer nicht selbst sperrt, kann von Dritten gesperrt werden, etwa durch Angehörige oder den Anbieter. Zusätzlich gibt es den Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV: Eine einmalige Betätigung sperrt das Konto für 24 Stunden, ohne Rückfrage.
Wirklich entlastend wird das System nur, wenn es tatsächlich genutzt wird. Wer sich aussperren lässt, ist auf allen angeschlossenen Anbietern gesperrt, nicht nur auf einem. Wer parallel bei einem offshore-Anbieter spielt, umgeht die Sperre vollständig, und OASIS hat darauf keinen Zugriff.
Was eine Auszahlung im Streitfall sichert
Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Die Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird der Stand binnen fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber Anbietern, die im Insolvenzfall mit den Forderungen ihrer Kunden in der Schlange stehen.
Ranking: Zehn Anbieter mit GGL-Sportwetten-Erlaubnis im Vergleich
Was das Ranking leisten kann und was nicht
Eine Reihenfolge von zehn Wettanbietern kann nur so ehrlich sein wie die Kriterien, nach denen sie sortiert ist. Auf dieser Seite ist das Kriterium die Erlaubnis, nicht der Bonus, nicht die App-Bewertung, nicht die Werbepräsenz. Wer auf der Whitelist steht, hat eine deutsche Erlaubnis und damit einen festen Rechtsrahmen. Wer dort nicht steht, hat keine.
Die folgende Tabelle führt die Domain, den Erlaubnisinhaber und das Datum der ersten Erlaubnis auf, so wie es die Whitelist am 2. Oktober 2026 auswies. Das Datum der Ersterlaubnis sagt nichts über die Qualität des Anbieters aus; es spiegelt den Verlauf der Gerichtsverfahren, durch die die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse im Oktober 2020 überhaupt erst vergeben werden konnten.
| Anbieter (Domain) | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Bet3000 | GGL Whitelist, I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema/Malta | 22.04.2026 |
| Winamax | GGL Whitelist, WINAMAX SA | 29.06.2021 |
| Tipico | GGL Whitelist, Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Sportingbet | GGL Whitelist, Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Sportwetten.de | GGL Whitelist, NetX Betting Limited, Birkirkara/Malta | 19.11.2020 |
| LeoVegas | GGL Whitelist, LVSports Limited | 21.10.2024 |
| AdmiralBet | GGL Whitelist, Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| bet-at-home | GGL Whitelist, Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Betano | GGL Whitelist, Betkick Sportsbetting Limited, San Giljan/Malta | 19.02.2021 |
| NEO.bet | GGL Whitelist, Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
Die Tabelle zeigt, was sie zeigen kann: dass alle zehn Einträge Whitelist-Einträge sind, wer hinter der Domain steht, und seit wann die Sportwetten-Erlaubnis besteht. Was sie nicht zeigt: Wie hoch die durchschnittliche Auszahlungsquote eines Anbieters ist, wie seine Live-Wetten ausgestaltet sind, wie schnell eine Auszahlung im Normalfall ankommt und welche Bonusbedingungen im Einzelfall gelten. Diese Punkte sind nicht Teil der Lizenz, sie sind Teil des Anbieterprofils.
Was die Erlaubnisinhaber über die Anbieter verraten
Bei den meisten Marken in dieser Liste handelt es sich um deutsche oder europäische Marken, die für den deutschen Markt eine eigene Lizenzgesellschaft gegründet oder eine bestehende maltesische Gesellschaft mit einer GGL-Erlaubnis ausgestattet haben. Die Erlaubnisinhaber sitzen überwiegend in Malta, was eine ganz normale Konstellation für den EU-Markt ist und über die Qualität der Aufsicht nichts aussagt. Aufsichtlich zuständig ist in allen Fällen die GGL, nicht die maltesische Behörde.
Die Erlaubnis ist an die Domain gebunden, nicht an die Marke. Eine Marke kann eine Domain mit Erlaubnis betreiben und parallel Domains ohne Erlaubnis. Wer auf der sicheren Seite sein will, prüft die Domain in der Whitelist, nicht die Marke.
Was die GGL im Jahr 2024 an Zahlen berichtet
Im Jahr 2024 hielten 32 Veranstalter eine GGL-Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten, 13 davon hybrid für stationären und Internetvertrieb, 19 nur für den Internetvertrieb. 27 dieser Erlaubnisinhaber hatten ein aktives Angebot. Online liefen 28 aktive Internetseiten, stationär rund 2.300 Wettvermittlungsstellen. Die Bruttospielerträge der lizenzierten Anbieter beliefen sich auf 1.963 Mio. Euro, ein Plus von 12 % gegenüber dem Vorjahr. Die Wetteinsätze summierten sich auf 8,2 Mrd. Euro, die durchschnittliche Auszahlungsquote lag bei 76 %.
Diese Quote ist das, was am Ende zählt. Wer 100 € setzt, bekommt im Schnitt 76 € zurück, der Rest ist Marge des Anbieters. Die Spanne zwischen 76 % und den 95 % und mehr, die einzelne Märkte vorübergehend erreichen können, ist der Hebel, an dem ein versierter Spielender ansetzt, nicht der Bonus, der ihm beim Registrieren angeboten wird.
Überblick: Wofür die GGL-Erlaubnis steht und wofür nicht
Was die GGL prüft, bevor sie eine Erlaubnis vergibt
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) ist seit dem 1. Juli 2021 die zentrale Aufsichtsbehörde für Online-Glücksspiel in Deutschland. Sie vergibt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht die Einhaltung der Auflagen und kann Bußgelder verhängen. Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt, mit der Möglichkeit der Verlängerung.
Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige amtliche Quelle, an der sich prüfen lässt, ob ein Anbieter eine gültige Erlaubnis hat. Sie wird von der GGL selbst geführt und ist öffentlich einsehbar. Was dort nicht steht, hat in Deutschland keine Erlaubnis. Die Whitelist führt die Domain, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Ersterlaubnis, nicht aber ein Enddatum; eine Erlaubnis gilt so lange, bis sie widerrufen wird.
Was eine Erlaubnis abdeckt und was nicht
Die Sportwetten-Erlaubnis deckt festquotierte Wetten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon, als Einzelwette und als Kombiwette (§ 21 Abs. 1 GlüStV), und nur die Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm freigegeben hat. Live-Wetten sind während eines laufenden Ereignisses nur auf den Endausgang oder auf klar abgegrenzte Teilereignisse erlaubt, etwa das nächste Tor beim Fußball oder der nächste Satz beim Tennis. Das nächste Punktgewinn beim Tennis oder der nächste Korb beim Basketball ist nicht erlaubt. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, auf manipulationsträchtige Ereignisse und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ausgeschlossen. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Auf esports kann in Deutschland nicht lizenziert gewettet werden, da esports von der GGL nicht als Sport anerkannt ist.
Eine Erlaubnis für Sportwetten ist nicht übertragbar auf Slots, Poker oder Casinospiele. Wer bei einem lizenzierten Sportwettenanbieter Casino spielt, spielt dort entweder unter einer separaten Erlaubnis oder unerlaubt. Auf der Whitelist ist für jeden Anbieter getrennt aufgeführt, welche Erlaubnis welche Domain abdeckt.
Der Markt, in dem die Erlaubnis gilt
Nach der Marktanalyse der GGL auf Basis von Steuerdaten lag die Kanalisierungsquote im Sportwettenmarkt 2022 bei deutlich über 95 Prozent; der Anteil unerlaubter Anbieter am Markt lag damals bei unter fünf Prozent. Die GGL nennt für den gesamten Online-Glücksspielmarkt in Deutschland für 2024 eine Kanalisierungsquote von 77 Prozent, das heißt, 23 Prozent des Marktvolumums entfielen auf unerlaubte Angebote. Im September 2026 standen 129 Veranstalter und Vermittler mit einer GGL-Erlaubnis auf der Whitelist, erlaubt waren insgesamt 229 Glücksspielseiten über alle Spielarten hinweg.
Die Differenz zwischen 95 Prozent bei Sportwetten und 77 Prozent im Gesamtmarkt erklärt sich vor allem durch Slots und Casino, wo der unerlaubte Markt größer ist. Für den Spielenden, der zwischen einem lizenzierten und einem nicht lizenzierten Anbieter abwägt, heißt das: Im Sportwettenmarkt ist die Wahrscheinlichkeit, im Graubereich zu landen, niedriger als in anderen Segmenten, aber sie ist nicht null.
Wie die GGL gegen illegale Anbieter vorgeht
Die Zahl der Untersagungsverfahren der GGL stieg von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025. Im Jahr 2025 waren 1.843 illegale Websites aufgrund von Untersagungen oder Netzsperren aus Deutschland nicht mehr erreichbar. Die GGL nutzt dazu Verbotsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzsperren (§ 9 GlüStV). Am 17. September 2026 warnte die Behörde Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten und nannte dabei namentlich einzelne Plattformen.
Rechtslage: Wann eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan in Deutschland gilt
Die Whitelist als einziger Test
Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist in Deutschland keine Lizenz für Sportwetten an deutsche Spielende. Die GGL ist klar in dieser Frage, und sie ist nicht die einzige Stelle, die das so sieht. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Rückzahlungspflicht für Einsätze aus nicht lizenzierten Sportwetten entgegensteht; ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, nicht lizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Was der EuGH entscheidet, ist offen; ein Anspruch auf Rückzahlung ist damit nicht zugesichert.
Für den Spielenden heißt das: Wer bei einem offshore-Anbieter spielt, hat in der Regel keine deutsche Anlaufstelle, kein OASIS, kein LUGAS, keinen Treuhandschutz, keine Auszahlungspflicht innerhalb von fünf Werktagen. Ob er im Streitfall sein Geld zurückbekommt, hängt von Gerichten ab, die im Einzelfall entscheiden.
Was die Erlaubnis steuerlich bedeutet
Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 16 bis 25 RennwLottG 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage Einsatz minus Steuer selbst, das sind rund 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags. Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spielenden (§ 19 RennwLottG). Ob und wie der Anbieter sie an den Spielenden weitergibt, ist seine Entscheidung; die meisten lizenzierten deutschen Anbieter tragen die Steuer selbst, einige ziehen sie vom Einsatz ab, andere vom Gewinn. Was im Einzelfall gilt, steht in den AGB des Anbieters. Eine pauschale Aussage „5,3 Prozent vom Einsatz“ wäre falsch.
Die Steuer wird auch von nicht lizenzierten Anbietern gezahlt. Eine gezahlte Sportwettensteuer ist kein Beweis für eine Erlaubnis. Der einzige Beweis ist die Whitelist.
Gewinne von privaten Spielenden sind steuerlich im Grundsatz nicht abschließend geregelt; die Aussage „Gewinne sind steuerfrei“ ist eine grobe Vereinfachung, die je nach Konstellation und Gesamteinkommen nicht stimmt. Bei Zweifeln ist ein Steuerberater die richtige Adresse, nicht das Internet.
Werbung, Bonus und das, was ein Bonus wirklich ist
In Deutschland darf nur werben, wer eine Erlaubnis hat (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Ein Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr gilt für Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt: Keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Was ein Sportwettenanbieter an Bonus anbietet, ist im GlüStV nicht gedeckelt; Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist stehen in seinen AGB.
Ein Willkommensbonus ist eine Marketing-Entscheidung des Anbieters, keine Selbstverständlichkeit. Was er kostet, ist eine Rechenaufgabe: Bonus mal Umsatzfaktor, geteilt durch Einsatz pro Wette, ergibt die Anzahl der Wetten, die nötig sind, um den Bonus freizuspielen. Was das im Schnitt kostet, ist die erwartete Marge, multipliziert mit dem erforderlichen Umsatz. Wer das überschlägt, bevor er den Bonus annimmt, hat schon mehr getan als die meisten.
Was die Kostenrechnung am Beispiel zeigt
Ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat ist das, was § 6c Abs. 1 GlüStV als Standard vorsieht. Wird dieser Betrag einmal vollständig und gleichmäßig auf einen Markt mit zwei Ausgängen verteilt, die beide mit der Quote 1,90 angeboten werden, ergibt sich rechnerisch: 1,90 und 1,90, addiert 1/1,90 + 1/1,90, das sind rund 1,0526, der Kehrwert ist eine Auszahlungsquote von etwa 95,0 Prozent, die Marge entsprechend etwa 5,0 Prozent. Wer also 1.000 € auf einem solchen Markt setzt, lässt im statistischen Mittel etwa 50 € als Marge des Anbieters auf der Strecke.
Das ist kein Verlust im Einzelfall, das ist ein statistischer Mittelwert über viele Wetten. Bei einer einzelnen Wette kann alles zurückkommen oder nichts. Wer diese Rechnung nicht anstellen will, sollte das eingesetzte Geld so behandeln, als sei es weg.
Sanktionen, die Spielende nicht betreffen
Die Straftatbestände §§ 284 und 285 StGB betreffen das Veranstalten und die Werbung unerlaubten Glücksspiels sowie in engen Grenzen die Teilnahme daran. Strafverfahren gegen einzelne Spielende sind in der Praxis nicht bekannt. Das ist weder eine Aufforderung, noch eine Garantie. Es heißt nur: Wer in Deutschland bei einem lizenzierten Anbieter spielt, ist auf der sicheren Seite. Wer woanders spielt, ist es nicht.
Häufige Fragen
Wie lässt sich prüfen, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder unter glücksspiel-behoerde.de öffentlich geführt. Sie listet die Domain, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Ersterlaubnis. Steht ein Anbieter dort nicht, hat er in Deutschland keine Erlaubnis. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan steht daneben und ersetzt sie nicht. Stand der Liste: 2. Oktober 2026.
Was bedeutet eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis für das Einzahlungslimit von 1.000 € und das Sperrsystem OASIS?
Das Standard-Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat über alle angeschlossenen Anbieter hinweg, technisch über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. OASIS ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login abgefragt wird; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Offshore-Anbieter sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen.
Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Anjouan in Deutschland nicht?
Die deutsche Erlaubnis wird von der GGL nach § 9a GlüStV vergeben. Eine Lizenz aus einem anderen Staat deckt den deutschen Markt nicht ab, und eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis. Wer ohne deutsche Erlaubnis in Deutschland Sportwetten anbietet, betreibt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Die Frage, ob verlorene Einsätze von solchen Anbietern zurückverlangt werden können, ist derzeit beim EuGH anhängig.
Wie hoch ist die Sportwettensteuer, und wer trägt sie am Ende?
Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 16 bis 25 RennwLottG 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage Einsatz minus Steuer selbst, das sind rund 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags. Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet. Ob und wie der Anbieter sie an den Spielenden weitergibt, regelt er in seinen AGB; eine einheitliche Linie gibt es nicht. Eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.
Gilt die Sportwetten-Erlaubnis auch für Slots, Poker und Casinospiele?
Nein. Eine Sportwetten-Erlaubnis deckt nur festquotierte Wetten auf Sportereignisse und die im Sportwettprogramm freigegebenen Wettarten ab. Für Slots, Online-Poker und Casinospiele ist eine separate Erlaubnis erforderlich. Die GGL-Whitelist führt für jeden Anbieter getrennt auf, welche Domain unter welcher Erlaubnis steht. Esports-Wetten sind in Deutschland nicht lizenziert, da esports nicht als Sport anerkannt ist.
Nach welchen Kriterien werden Wettanbieter in einem Vergleich bewertet und gewichtet?
Diese Seite gewichtet nach Erlaubnis, weil ohne Erlaubnis alles andere Makulatur ist. Innerhalb der lizenzierten Anbieter sind die Auszahlungsquote des Wettprogramms, die Geschwindigkeit der Auszahlung, die Handhabung der Verifizierung, die Bedingungen für Bonus und die Qualität des Kundendienstes die nachvollziehbaren Vergleichsachsen. Quoten für einzelne Ereignisse schwanken, eine pauschale Aussage über die „beste Quote“ eines Anbieters ist statistisch nicht haltbar.
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